Sonntag, 11. Dezember 2011

Primitiv maskiert, doch für euch reicht es.

Meine Hände sind taub. Saß stundenlang am Fenster, Sonne ging unter, Licht ging aus, die Welt getaucht in eine schwarze Hülle. Der Apfelsaft brennt auf der Zunge, Essen geht nichtmal ein Bissen runter. Und ich sitze, sitze und weiß nicht worauf ich warte. Beobachte den Himmel, vorbeiziehende Wolken. Irgendwo zwischen oben und unten, zwischen grau und bunt, zwischen Wut und Glück, zwischen dir und mir, genau da bin ich. Der flehende Blick in den Himmel, mit Liebe für dich, mit der Gewissheit, dich wiederzusehen, irgendwann. Eine Schachtel weggeraucht, dein Name schallt durch meinem leeren Kopf. Verkrampfstes Lächeln, in den Mundwinkeln die Tränen, voll von Angst. Ich löse mich vom Fensterbrett, fühle mich, als würde ich schweben, wünschte ich würde schweben. Ich frage nicht nach Gründen, die gibt es nicht, habs eingesehen und akzeptiert. Es kommt so wie es muss, wie sollen wir uns auch wehren. Fühl mich selbst erbärmlich, bin angewidert von meinem Spiegelbild. Ich warte auf das Nichts, weiß nicht wann es kommt, ob es kommt, wie es kommt. Steh vor nem Berg, kann nicht sehen, was dahinter ist. Muss mich jetzt entscheiden, geh ich weiter oder nicht? Zurück gibt es nicht, nur nach vorn. Alles dreht sich, schneller und schneller. Ich verliere das Bewusstsein, klappe zusammen, so lächerlich, voll und ganz versunken im Hass.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen