- Doch du rettest mich Tag für Tag. Jeden Morgen, an dem ich neben dir aufwache und in deine strahlenden Augen sehe, hältst du mich auf dem Boden. Mit jedem Lächeln, das du mir schenkst, werde ich schlagartig ruhig. Ich habe begriffen, dass du ausreichend bist und alles andere, jeder Plan, jeder Traum, ist nur ein schöner Nebeneffekt, aber wird niemals das Gefühl ersetzen, in deinem Arm zu liegen. Selbst wenn ich hungernd unter einer Brücke mit dir verenden würde, wäre ich glücklich, solange deine Hand meine hält.
Donnerstag, 5. Februar 2015
Der wertvollste Besitz.
Während wir damit beschäftigt sind, alles zu erreichen, erreichen wir am Ende nichts. Dieses Paradoxon zieht sich durch unser Leben wie ein roter Faden. Zwischen all den Dingen, die wir dick in unseren Kalendern eingetragen haben, vergessen wir unser Herz. Egal was wir tun, wir können uns nicht lösen von all den Pflichten, all den Träumen, all den Zielen. Sie heften an uns, sind immer da, auch wenn wir es nicht wollen. Das Leben um uns herum verschwimmt und wir schieben es auf den Schmutz, der auf den Kontaktlinsen klebt, doch von der Wahrheit sind wir meilenweit entfernt. Wenn wir erschöpft die Decke über den Kopf ziehen, zeigen wir allen "uns fällt die Decke auf den Kopf", doch am nächsten Tag wird sich nichts ändern. Wie unter Strom bauen wir unsere Pläne weiter aus und suchen nach noch mehr Dingen, die uns so glücklich machen und gleichzeitig so zerstören. Die Folgen sind nicht absehbar, denn es wird sich niemals ändern, dass wir Fehler erst dann erkennen, wenn es schon lange zu spät ist. Jede Nacht dieser Traum, irgendwann ganz oben anzukommen, an der Spitze, am Ende, am Glück - doch er verschweigt, dass wir dort oben nicht einfach bleiben können. Es gibt kein Ziel, es wird einfach weiter gehen, denn wir werden wieder einen höheren Berg sehen, den wir erklimmen wollen. Es wird den Punkt nicht geben, an dem es reicht - an dem sich Zufriedenheit in uns ausbreitet. Wir werden ewig auf der Suche sein und dabei vergessen, dass wir so niemals glücklich sein können. Es ist ein Karussell, das niemals stoppt. Wir drehen uns im Kreis und verlieren den Blick für uns selbst, bis unser Spiegelbild nicht mehr existiert.
Abonnieren
Posts (Atom)