Donnerstag, 13. August 2020

Achtung - mein Blog wechselt die URL



 Neue Posts sind ab sofort zu finden unter: 

https://lassmalnachsternengreifen.blogspot.com/ 

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Dieser Blog hier bleibt vorerst so bestehen, wie er ist - wie ein Tagebuch voller Erinnerungen. Auf der neuen Seite wird aufgeräumt und ein paar alte Posts werden entsorgt. Alle neuen Posts erscheinen nur unter der neuen URL. 


Der laute Knall schleicht auf Zehenspitzen

Und du fragst dich, wie das ist, dieser freie Fall. Dieses kribbeln überall. Es beginnt mit einem lauten Knall. Du spürst das Blitzen der Neuronen, aus dir strömen Emotionen, lass es zu, es kann sich lohnen. Doch es könnte deinen Atem rauben, deshalb liegt Furcht in deinen Augen 

- weil du Angst hast zu ersticken. 



Laue Sommernacht, für eine Sekunde mal nicht nachgedacht.

Späti-Bier, für eine Sekunde bist du einfach nur hier. 

Blicke funkeln wie Kristall - in der nächsten Sekunde plötzlich freier Fall.



Deine Furcht löst sich auf in Luft, denn es ist nicht wie eine Sucht. Ist eher wie "zu Hause sein", eher wie ein Versprechen "ich lass dich nicht allein". Gibt dir Halt und Mut, tut dir einfach nur gut. Du brauchst kein Ziel, erwartest gar nicht viel. 

- musst plötzlich lächeln und verstehst, dass du gefunden hast, wonach du niemals gesucht hast. 

Sonntag, 9. August 2020

Na, Kater?

- [Vergangenheit] : Seit Freitagabend einen im Tee - draußen brennt der Sommer, doch jeder Sonntag ist bedeckt mit Schnee. Dein Herz schon eiskalt, wirkst so müde und alt - zu verfeiert, zu verbraucht, wieso hörst du nicht auf? Wieso weinst du & flehst, wenn du die gleichen Fehler doch immer wieder begehst?  

- [Gegenwart] : Blütenblätter mischen sich mit Kippenresten im Sommerregen auf dem glühenden Asphalt - der Dreck der Stadt und die letzten Erinnerungen der vergangenen Nächte werden mit ihm in die Kanalisation gespült. Du kannst den Duft von Freiheit spüren & fühlst, wie die vergangenen ausgedehnten Nächte von Freitag auf Sonntag dem Weg des Sommerregenstroms in die Tiefe folgen. Aus deiner Bluse wäscht sich die rote Farbe heraus und mit ihr verblassen die Erinnerungen, bis du sie letztendlich endgültig ziehen lässt. Du blickst noch einmal zurück, denkst an all die Momente in schwarz weiß, an jeden Augenblick in deinen grauen Laufschuhen, in denen du verzweifelt ins Leere gerannt bist und den Regenbogen in deinem Rücken nicht sehen konntest. Alles, was du dir wünscht, ist, dass er eines Tages nicht mehr sonntags wie aus Gewohnheit fragen muss, ob du schon oder immer noch wach bist. Und mit diesem Gedanken lässt du deinen weißen Kater los und siehst ihm noch ein letztes Mal hinterher, wie er mit dem Sommerregen in der Kanalisation verschwindet. 

- [Zukunft] : Um dich wird der Freitag laut, warme Sommerluft streichelt sanft deine Haut. Hast kaum noch dran geglaubt, doch auch der letzte Schnee ist schlussendlich getaut. Nach den schlaflosen Stunden, den Schnitten und Wunden, den zähen Sekunden, hat der Winter in dir nun ein Ende gefunden. Das Grau der betonierten Straßen ist nun schon in rosa gehüllt, die Straßen von den Klängen der Straßenmusikanten gefüllt und du folgst diesen Klängen - nicht um wegzurennen, nicht um etwas zu verdrängen - das kann plötzlich jeder an deinem Lächeln erkennen. 


- Danke. 

Montag, 12. August 2019

Komm lass ne Line Vergangenheit ziehen.

Wir sind zwei Silhouetten im Neonlicht. 
Ich schmiege mich sanft an dich, doch fasse ins Leere. Da ist nur noch das Loch, dass du in den Nebelschwaden hinterlassen hast. Du warst längst schon wieder weg. Denn du bist immer weg. Nicht ganz da. Nie mehr, als eine Silhouette. 
Du greifst verzweifelt nach meiner Hand, suchst einen Halt im Karussell der Nacht, doch du greifst nur noch nach der leeren Flasche, die ich auf dem Tisch zurückließ. Denn ich war längst schon wieder weg. Denn ich bin immer weg. Nicht ganz da. Nie mehr, als eine Silhouette. 
Wir verpassen uns, weil wir immer zu schnell weg sind, aus Angst irgendetwas zu verpassen. Wir sehen uns immer nur von hinten. Hab längst vergessen, wie dein Blick meinen trifft. Wie dein Atem meinen raubt. Wie deine Nacht mein Tag wird. Wie meine Silhouette mit deiner verschmilzt im kalten Rauch der Nacht. 
Und wenn der Beat einsetzte, war da nichts mehr von uns übrig. Da war nur noch das Loch, dass wir in den Nebelschwaden hinterließen. Denn wir waren längst schon wieder weg. Denn wir waren immer weg, zu zweit. Zwei Silhouetten, Arm in Arm im Mondscheinlicht. Doch das ist lange her. 


Montag, 19. November 2018

Apathie.

Millionen Songs, unendlich viele Zeilen, die dir sagen, dass du aufstehen kannst, dass du aufstehen musst und trotzdem knickst du ein bei jedem Wort. Millionen Faben, unendlich viele Nuancen, die alle schreien, dass du strahlen kannst, dass du strahlen musst und doch verblasst du bei jedem Blick auf diesen Regenbogen. Willst es in Worte fassen, sie schwirren durch deinen Kopf, doch du kannst sie nicht sortieren, sie nicht in die richtige Reihenfolge bringen. Deine Gedanken sind im freien Fall, du schwebst mit ihnen schwerelos über den Zeilen deiner Geschichte, die du schreiben willst. Alles in dir ist taub, kannst kaum spüren, wie sich deine Emotionen erbarmungslos in deinen Unterarm krallen, um dich aufzuwecken. Du suchst nach einem Gefühl, nach irgendetwas, dass sich nach Leben anfühlt, doch du greifst nur ins Leere. Jedes Wort, jeder Satz, jeder Ton, jeder Blick, der dich sonst berührt hat, scheint bedeutungslos. Alles um dich wirkt so klein, als würdest du aus dem Fenster eines Flugzeugs schauen und immer weiter nach oben steigen. 

Freitag, 16. November 2018

Ich sehe was, was du nicht siehst...

Du sagst, da ist etwas in meinem Blick. Du sprichst es aus und haust mich raus. Du sagst, da ist etwas in deinem Blick. Jetzt fällts mir auf, das wühlt mich auf. Angenommen du hast recht und das ist echt und angenommen da ist was dran, was bedeutet das dann? 
...

Kalte Regentropfen landen auf meinen Schultern. Ihr Aufprall ist wie eine laute Explosion in meinem Ohr, doch sie ist nicht laut genug, um deine Stimme zu übertönen. Kalte Regentropfen landen auf meinen Wimpern. Sie verschleiern meine Sicht, doch das reicht nicht aus, um dein Gesicht zu verwischen. Dein ausdrucksloses Gesicht brennt sich in meine Netzhaut ein und deine Worte sind Säure, die schmerzhaft durch meine Adern fließt und mich von innen auflöst. Du machst deine Wahrheit zu meiner und ich schaue dir kampflos dabei zu. Wir spielen "Ich sehe was, was du nicht siehst" in der Mitte einer Schnellstraße und die einzige Regel ist, dass du gewinnst. Du projezierst deinen inneren Film auf deine Umgebung und machst mich zum Statisten, doch du hast mir kein Drehbuch gegeben. Unsere Realitäten sind vielleicht nah beieinander, aber sie sind zwei Parallelen und werden niemals einen Schnittpunkt finden.
...

Weshalb denk ich drüber nach, sind doch nur Worte, doch sie halten mich wach, machen mich schwach. Ich solltes nicht glauben, solang ichs nicht sehe. Oder ist da etwas, das ich übersehe, einfach weil ich es nicht glauben will?

Montag, 12. November 2018

Du balancierst über den Abgrund in dir.

Du hast die Kraft verlor'n zu warten und zu raten, was die Taten letzter Nacht über dich sagen. Und du stellst dir tausend Fragen, die dich plagen schon seit Tagen und dich durch deine Träume jagen. Hast die Antwort nie gefunden und die Stunden ziehen Runden um die Wunden aus den Jahren, die dir deine Hoffnung nahmen, weil die Monster, die dich jagen dir in deinen Nacken schlagen. Sie reißen dich am Kragen, nehmen dir die Luft zum Atmen. Du versuchst dich anzusehen, dir nicht mehr aus dem Weg zu gehen, doch in deinen Tränen kannst du sehen, wie du scheiterst aufzustehen. Sie spiegeln dich verschwommen, du starrst sie an, bist ganz benommen und hast dabei kaum mitbekommen, dass sich noch was anderes spiegelt -
Als du es spürst und aus deiner Gedankendauerschleife erwachst, legst du ein neues Band ein, denn du bist noch hier, noch hast du den Kampf gegen dich selbst und den Abgrund in dir nicht verloren. Deine Kriegsverletzung sitzt vielleicht tief, aber wenn du die Blutung stoppst, bevor es zu spät ist, hast du noch eine Chance, verspiel sie nicht, verblute nicht, verlier dich nicht.