Manchmal stellen wir uns die Frage, ob wir gut genug sind. Reichen wir aus, um unseren Träumen gerecht zu werden oder schwirrt durch unsere Köpfe nur eine Utopie? Wir kämpfen, um uns selbst im Spiegel betrachten zu können. Wir wollen etwas erreichen, um den Erfolg zu genießen, doch ist es das wert? Vielleicht ist es sinnlos sich ganz einer Sache zu verschreiben, auch wenn unser Herz sich so sehr danach sehnt. Gefühle machen uns blind, rauben uns den Verstand und beuten uns solange aus, bis wir zerstört auf dem Boden liegen bleiben. Entscheidungen fallen schwer, wenn wir sie treffen müssen, doch es besteht die Möglichkeit, dass sie unsere Zukunft erleichtern. Ein Kompass, der den richtigen Weg weist, wäre ideal, doch niemand von uns besitzt ihn. Die einzige Navigation für das Leben ist unsere Erfahrung, doch kein Navigationssystem ist perfekt und wir werden immer wieder in einer Sackgasse landen, um dann umzudrehen und selbstständig zurück auf die rechte Bahn zu finden. Wir werden viele Schmerzen erleiden müssen, die man nie wieder ausradieren kann und die uns prägen, doch vielleicht werden wir daran stärker und weiser. Ich weiß nicht mehr, was mein Ziel ist. Keine Ahnung wie ich zu diesem unbestimmten Ort gelange und mit wem, doch der Himmel schreit mir das Wort "Veränderung" in mein Ohr.
Der Mensch ist ein Wesen voller Emotionen, also ist er so zerbrechlich, wie eine Glasscheibe. Wir sollten das niemals vergessen.
Donnerstag, 28. März 2013
Donnerstag, 21. März 2013
Ich will unersetzlich für dich sein.
Dieser Moment, indem ich das Tränenmeer in mir realisiere. Lass es anstauen, will es verdrängen, doch ich laufe über. Will schreien und zusammenbrechen in meiner Verzweiflung, will drüber hinweg sehen und es ignorieren. Melancholie gepaart mit Lebensmut. Zwei Persönlichkeiten vereinen sich. Vergangenheit hat mich eingeholt, war zu schnell um sie abzuhalten. Wie ein Drogenpatient, der rückfällig wird, ist meine Angst zurückgekehrt. Angst vor mir, Angst vor dir, Angst vor der Zukunft, Angst vor uns. Schmerz der zu tief sitzt ist nicht mehr unterdrückbar, er schleicht sich langsam an die Oberfläche und kratzt an meinem Erscheinungsbild. Will deine Hand spüren, doch sie ist kalt von der Entfernung. Will deine Lippen spüren, doch sie sind trocken von all den ungesagten Worten. Sind irgendwo noch wir, doch alles ist anders. Will dein Lebensgefühl sein, deine Endorphine, der Takt in deiner Brust. Will dein Koffein sein, dein Heroin, dein ein und alles. Will für dich so kostbar sein, wie ein Rohdiamant, will dein Pflaster sein in deiner größten Not. Will einen neuen Schlüssel in dein Herz, bevor der alte rostet und zu Staub zerfällt. Wärst das letzte, das ich jemals aufgeben würde, doch ich beginne, mich selbst aufzugeben. Purer Neid, auf jeden dem du mehr Zuneigung schenkst, als mir. Nenn es Egoismus, nenn es Schwäche, doch sei dir bewusst, dass lieben die stärkste Empfindung dieser Welt ist. Brauch keinen Kompass, kein Ziel, brauch nur dich, als wärst du ein Teil in mir, wahrscheinlich bist du es auch. Hab Angst, dass du das Irgendwann aufgibst, hab Angst, dass du mich vergisst. Emotionslose Internetplattformen zerschneiden mein Gefühl bis zur Betäubung, jeder Gedanke sticht auf mich ein, bis ich den Boden unter meinen Füßen verlieren und in die Tiefe stürze. Perfekt ist, wenn du an meiner Seite bist, doch warum fühle ich etwas anderes als du? Will Antworten auf Fragen, die ich nicht habe. Will Wärme wenn ich sie brauche und selbst dann, wenn nicht. Es geht nicht um das Einschließen, nicht um Kontrolle, nicht um Eifersucht, das alles empfinde ich nicht. Es geht um Sehnsucht, um Einsamkeit und die nackte Angst. Entscheidungen die wir treffen, können manchmal so gravierend für den anderen sein und trotzdem blenden wir all das aus. Du glaubst, wir haben ewig Zeit, doch die Ewigkeit ist eine hoffnungslose Lüge, denn wir sind sterblich. Ich will in deinem Arm einschlafen und die Tränen auf deinem Pullover trocknen lassen. Ich will nicht hören, wie grausam diese Welt ist, denn das weiß ich bereits. Brauche deine Einfühlsamkeit, deine schützende Hand über meinem Herz. Du bist mein Schutzwall im härtesten Sturm, du kannst nicht einfach gehen, wenn den Wind mich zerreißt. Habe nicht vor, dir deine Millionen Freunde zu nehmen, aber ich will mehr für dich sein, als sie alle zusammen. Ich will mehr wert sein, als das Geld, dass wir mal verdienen werden. Ich will mehr sein, als ein lustiges Besäufnis. Ich will mehr sein, als ein Schatten deines Herzens, ich will dein Herz sein. Vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit aneinander, doch vergiss nicht, ich bin zerbrechlich, das wusstest du seit der ersten Sekunde. Ich bin nicht stark, wenn ich fühle, besonders nicht, wenn es dich betrifft. Ich will dich lieben, bis mein Herz nicht mehr schlägt, aber bitte mach mich unersetzlich.
Dienstag, 19. März 2013
Gemischte Gefühle.
Olly Murs stellt schon die Frage: "Why does it feel so good, but hurt so bad?" Der Schnee fällt leise auf den Boden und der Rauch steigt langsam immer weiter nach oben, während ich versuche eine Antwort auf diese Frage zu finden. Vielleicht ist sein Kontext anders, als meiner, aber die Worte können unverändert bleiben. Bald ist alles vorbei. Es sind die letzten Tage, am Freitagabend werden wir einen Schlussstrich unter ein langen Kapitel ziehen, das letzte Kapitel. Was in den kommenden Monaten folgt, ist nur noch der Prolog, denn die eigentliche Geschichte ist so gut wie beendet. Lange haben wir alle auf diesen Tag gehofft, doch je näher er kommt, umso lieber würden wir die Zeit anhalten, nein besser noch zurückdrehen. Wir alle werden in unterschiedliche Richtungen weitergehen, wir alle werden neu beginnen, doch einer kleiner Teil unseres Herzens wird hier zurückbleiben. Diese Stadt war vielleicht oft genug die Hölle auf Erden, aber sie wird immer Heimat bleiben.
Montag, 11. März 2013
Der Himmel hat einen Plan
Plötzlich haben wir die Augen geöffnet und blinzelten dem Licht entgegen. Ungefragt wurden wir in den Trubel des Lebens geschubst. Sie sagten, uns würden Flügel wachsen, doch stattdessen wuchsen uns wacklige Beine, die wir heute in Schuhe mit zu hohen Absätzen stecken. Wir haben wankend unsere ersten Schritte gemacht und geglaubt, das Leben wäre ein Paradies voller Wunder, aber jedes dieser Wunder ist heute eine Banalität. Früher erschien uns alles so unglaublich groß, wir hatten Respekt, doch heute schauen wir von oben darauf herab und lenken unser Interesse darauf, die Faszination zu ignorieren. Wir schimpfen Tag für Tag über diesen einstigen Ort der Wunder und vergessen dabei zu lächeln. Wir sollten das Leben manchmal aus Kinderaugen betrachten, um das Glück in uns zu spüren, das Glück der Sorgenfreiheit. Vielleicht haben sie gelogen, als sie sagten, alles würde gut werden, aber trotzdem bleibt uns immer die Möglichkeit, aus allem das Beste zu machen.
"Don't you worry child, see haven's got a plan for you." (Swedish House Mafia - Don't you worry child)
Freitag, 8. März 2013
Es rückt näher..
Früher oder später stehst du hoch oben, der Blick schweift über die nur noch von Mondlicht erleuchteten Dächer der Stadt. Der Wind zerzaust das Haar und bereitet eine Gänsehaut. Du stehst da, schaust ins Leere und schmeißt jede Erinnerung einfach herunter. Irgendwann lassen wir es hinter uns, all das Schlechte und betrachten diese wundervolle Sommernacht. Wir sind in einer Stadt, die vielleicht nicht mehr unsere Heimat, aber dennoch irgendwie ein zu Hause ist. Irgendwann wird es dann Morgen, die ersten Sonnenstrahlen streicheln unsere Haut und der Zauber der Nacht ist vergessen. Wir ziehen ihn durch, diesen Neuanfang, Erinnerungen ausgelöscht, denn nur so werden wir die Blindheit für neue Wege ablegen und das Glück greifen können. Früher oder später ist es für uns alle so weit.
Montag, 4. März 2013
Das Leben ist eine Grapefruit.
Wär das Leben eine Frucht, dann wäre es eine Grapefruit. Es schmeckt irgendwie erfrischend, manchmal auch süß, oft auch bitter. Manche mögen das Leben, manche nicht. Manche mögen eine Grapefruit, manche nicht.
Wenn wir die Frucht aufschneiden, können wir die unterschiedlichen Stücke mit anderen teilen, wir müssen aber auch nicht. Wie im Leben. Wir können ihre Schale entfernen und das verletzbare Innere zur Schau stellen, können die Schale aber auch zum Schutz dran behalten. Die Grapefruit dient nun lediglich zur Zierde, wie auch unser Leben und irgendwann werden beide schlecht werden und wir haben nichts davon gehabt. Wir werfen es in den Müll und es verkommt, bis es letztendlich gänzlich eingeht.
Wenn wir die Frucht aufschneiden, können wir die unterschiedlichen Stücke mit anderen teilen, wir müssen aber auch nicht. Wie im Leben. Wir können ihre Schale entfernen und das verletzbare Innere zur Schau stellen, können die Schale aber auch zum Schutz dran behalten. Die Grapefruit dient nun lediglich zur Zierde, wie auch unser Leben und irgendwann werden beide schlecht werden und wir haben nichts davon gehabt. Wir werfen es in den Müll und es verkommt, bis es letztendlich gänzlich eingeht.
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