Dienstag, 29. November 2016

Lieblingsort.

Und da ist er, der letzte Rest vom goldenen Herbst. Licht bricht sich auf der Oberfläche des Sees. Der Anblick wärmt mich, wie die Sonnenstrahlen auf meiner Haut. Fühle mich angekommen, am schönsten Ort der Welt. Bin ganz ich selbst, versunken in den Songs von Sunrise Avenue und versunken im Leben, das genau jetzt in unzähligen Farben schimmert.


"Well I guess I have been afraid to fly I'm not gonna miss my chance tonight. Surrender now and break free Invite the winds to take me It's not enough to survive You are not living if you don't feel alive."

Sunrise Avenue - Feel alive




Dienstag, 15. November 2016

Kohlensäuregefühle.

Motivation die übersprudelt, wie das Mineralwasser das explosionsartig in die Höhe schießt, wenn man die Flasche nach einer Erschütterung öffnet. Ich war erschüttert, bin hart getroffen von der Erkenntnis in einer Sackgasse zu stehen. Hab mich selbst geöffnet, geöffnet für das Leben und aus mir sprudelt grenzenlose Motivation, unbeschreiblicher Tatendrang, den ich lange nicht gespürt habe. War abgestellt, wie eine Mineralwasserflasche im wohl behüteten Kasten. Hab mich nicht vom Fleck bewegt, keinen Zentimeter, aus Angst vor der Erschütterung. Jetzt ist meine größte Angst mein größtes Glück. Der härteste Schlag war wie der Schlag eines Herzschrittmachers - lebenserhaltend. 
Mein Herz zieht mich mit sich, meine Ohren überhören die listige Stimme der Angst in meinem Inneren. Habe keinen Platz mehr für dieses Monster unter dem Bett meiner Gedanken, keine Zeit mehr für Zeitverschwendung, kein Desinteresse mehr für Talentverschwendung. 

Montag, 14. November 2016

Der erste Tag nach 3 Jahren Koma.

Atemlos. Drückende Stille in mir. 3 Jahre zerrinnen vor meinen Augen, zerrinnen in mir. Abschiede sind immer schwer, doch dieser ist anders. Lässt mich ehrfürchtig erzittern, förmlich niederknien. Abschiede sind immer traurig, doch dieser in mehr als ein Abschied. Er ist Erkenntnis, wie ein strahlender Sonnenstrahl der mich nach einer kühlen, schlaflosen Nacht zärtlich küsst. Er ist wie das rettende Treibholz im Meer, fühlt sich fast schon an wie fliegen. 3 Jahre vollgepackt mit Perspektivlosigkeit, die mir doch am Ende die Perspektive schenkt, die ich gesucht habe. Schlaflose Nächte nach Tagen in Ohnmacht, die mich stark gemacht haben. All die Momente früh am Morgen, dieser Blick in den Spiegel, der Blick in die eigenen Augen die schrien: "Das bist du nicht." Bin aus dem Koma erwacht, reiße mich los von den starken Klauen der Angst. Die Angst neu anzufangen. Die Angst zu scheitern. Die Angst aus dem Koma zu erwachen. Die Angst zu leben. 
Nehme all die wertvollen Erfahrungen mit. Sind Zucker und Peitsche, Mahnmal und Motivation. Die Abschiedstränen sind nur noch flüssiges Glück, die vor mir ein Meer aus Hoffnung bilden. Ich springe hinein und schwimme zum Horizont.