Atemlos. Drückende Stille in mir. 3 Jahre zerrinnen vor meinen Augen, zerrinnen in mir. Abschiede sind immer schwer, doch dieser ist anders. Lässt mich ehrfürchtig erzittern, förmlich niederknien. Abschiede sind immer traurig, doch dieser in mehr als ein Abschied. Er ist Erkenntnis, wie ein strahlender Sonnenstrahl der mich nach einer kühlen, schlaflosen Nacht zärtlich küsst. Er ist wie das rettende Treibholz im Meer, fühlt sich fast schon an wie fliegen. 3 Jahre vollgepackt mit Perspektivlosigkeit, die mir doch am Ende die Perspektive schenkt, die ich gesucht habe. Schlaflose Nächte nach Tagen in Ohnmacht, die mich stark gemacht haben. All die Momente früh am Morgen, dieser Blick in den Spiegel, der Blick in die eigenen Augen die schrien: "Das bist du nicht." Bin aus dem Koma erwacht, reiße mich los von den starken Klauen der Angst. Die Angst neu anzufangen. Die Angst zu scheitern. Die Angst aus dem Koma zu erwachen. Die Angst zu leben.
Nehme all die wertvollen Erfahrungen mit. Sind Zucker und Peitsche, Mahnmal und Motivation. Die Abschiedstränen sind nur noch flüssiges Glück, die vor mir ein Meer aus Hoffnung bilden. Ich springe hinein und schwimme zum Horizont.