Samstag, 20. April 2013

"Einer wie du ist für den Standardkitsch der Antichrist."

Die Sonne wärmt die Haut und du den ganzen Rest in mir. Der blaue Himmel sieht nach Freiheit aus, so weit und leer und wolkenlos, wie deine Augen. Ein Blick fühlt sich nach Fallschirmspringen an, kann die ungesagten Worte in ihm erkennen und sie streicheln sanft über meine Seele. Will dich anschreien, weinend in deinem Arm zusammenbrechen, doch du hältst mich mit nur einem kleinen Blinzeln davon ab und beruhigst den Sturm, der in mir tobt. Egal wie groß meine Wut sich auftürmt und wie weit ich von dir weglaufen möchte, niemals zuvor konnte mich jemand so berühren, mir dieses wahre Lächeln schenken, mich so inspirieren. Hatte schon vor dir Herzklopfen, Schmetterlinge und Höhenflüge, doch das mit dir ist nicht der alltägliche Kitsch, nicht das Klischee von Liebe. Will jeden Morgen neben dir aufwachen, weil du nicht bist wie jeder andere. Du bist besonders, ein Einzelstück. Jeder Makel bringt mich nur dazu, dich mehr zu lieben. Bin fasziniert von deinem Wesen, du bist ein unentdecktes Gebiet und jeden Tag finde ich etwas neues an dir, dass ich liebe. Jede dunkle Seite in mir färbst du bunt, du biegst meinen schiefen Blickwinkel auf das Leben gerade und reißt die Mauer aus Selbstschutz um mich herum ein. Du bringst die trübsten Tage zum strahlen mit deiner bloßen Anwesenheit. Du bist jede Träne wert, jeden Kampf mit mir selbst. Auch wenn ein "wir" aufzubauen immer eine Herausforderung ist, würde ich alles riskieren, um dich zu halten.

Dienstag, 9. April 2013

Zwischen überall und nirgendwo.

Manchmal brauchen wir diese Auszeit. Wir drücken auf die Stopptaste, um unser Leben zu pausieren und Luft zu holen. Die Flucht in eine andere Welt kann uns helfen, zu uns selbst zurück zu finden, auch wenn dies manchmal zur falschen Zeit geschieht. Vielleicht könnten wir Motivation besser gebrauchen, doch irgendwann ist ein Herz nicht mehr weiterhin belastbar. Um nicht den Verstand zu verlieren benötigen wir Distanz zu uns selbst, weil nur noch Objektivität zum Geschehen einen möglichen Ausweg bieten kann. Ich habe mich verändert. Vielleicht realisiere ich es zu einem ungünstigen Zeitpunkt, vielleicht auch noch gerade rechtzeitig. Jeder Traum, jedes Ziel, jeder Wunsch verblasst. Alles, was so real erschien, zersplittert hinter meiner Stirn und ich kann die Unentschlossenheit, die sich jetzt breit macht spüren. Nichts entspricht mehr dem, was ich als Wirklichkeit glaubte, weil sich der Horizont verschoben hat und ich ihn erst wieder suchen muss. Wenn ich in den Spiegel sehe, ist dort nichts, weil ich dabei bin mich neu zu erfinden und durch meinen Körper hindurch sehe. Meine Optionen sind verbraucht bis hin zum letzten Hoffnungsschimmer, der erloschen ist. Alles was zurückbleibt ist Ratlosigkeit.