Samstag, 19. Januar 2013

Das Leben hat sich verändert.

Das Soduko unsres Lebens, die Zahlen gleichgesetzt mit unsren Taten. Falsche Nummer heißt Neubeginn, falsche Entscheidung durch Unachtsamkeit oder Leichtsinn bedeutet das große Ganze bricht zusammen. Diese Nerven die auf Eis liegen, wie der Whiskey im Glas. Diese trübe Melancholie in jeder finsteren Nacht raubt uns diese freie Sicht auf das, was um uns geschieht und macht uns blind. Diese Macht die wir haben und nicht nutzen ist ohne Sinn. Anstatt unser Leben in die Hände zu nehmen, legen wir es in die Hände eines anderen. Die Veränderung, der sich drehende Planet, all das liegt außerhalb unserer momentanen Vorstellungskraft und wir schließen die Augen vor der Realität und auch das Fenster, die Luft wird stickig und alt. Die Wunden sind vernarbt, beginnen nicht mehr zu bluten, doch mit jedem Anblick tut es wieder weh, als wären sie noch ganz frisch. Der Geruch vom Meer ist diese Sehnsucht du wir haben, weit weg von dieser Engstirnigkeit und den viel zu früh kommenden Sorgenfalten. Die Haare werden schneller grau, die Endorphine ziehen aus, weil sie an unserer Seele erfrieren. Wir werden stumm mit den Jahren.

Freitag, 18. Januar 2013

Freitagabendsdepression

Und manchmal gibt es da diese Abende, an denen die Wolken die Sterne verdecken und die Welt draußen zu dunkel ist. Es ist diese Sehnsucht, die uns ausbrennt und unser Herz zu Asche zerfallen lässt. Die Musik klingt melancholisch, weil die Texte relevant werden und wir sie passend zu unserer Situation interpretieren. Das Wärmeheizkissen schenkt uns Wärme, doch ist nicht sie Nähe zu diesem Menschen, die wir so verzweifelt spüren wollen. Der Herzschlag ist ein lautes Pochen und jeder Atemzug klingt in der Stille so furchterregend. Einsamkeit macht sich breit und hüllt uns ein, wie die Decke, unter der wir uns verkriechen, weil wir uns für die Tränen schämen. Der salzige Geschmack auf den Lippen, der uns an jeden Moment erinnert, in dem wir das Glück gespürt haben. Die Hülle fällt und die schützende Eisschicht um unsere Gefühle schmilzt. Sämtliche Emotionslosigkeit entfernt sich und wirkt so lächerlich, weil wir uns nicht vor der Einsamkeit verstecken können. Das Gefühl ist nicht abstellbar, können nicht einfach auf die Stopptaste drücken, damit die Geschichte nicht weitergeht. Zwar ist uns bewusst, dass ein Happyend folgen wird, doch trotzdem weinen wir in der Konfliktsituation, wie bei einer romantischen Komödie. Ein Mix aus Glück und Tränen, dieses Zusammenspiel von unermesslicher Liebe und dem Gefühl, nicht ein Teil von Jemandem zu sein. Nur ein Bruchteil seines Lebens, jeder lebt seinen Alltag so als wäre der andere nicht existent und nur ein wundervoller Traum. Zu wenige Augenblicke, in denen die Welt verstummt, weil sich dieser schützende Arm um uns legt wie ein Pflaster, das alle Wunden verheilen lässt. Dieser Moment zwischen Kissenschlacht und Zärtlichkeit, dieser Kuss irgendwo zwischen "Alles wird gut" und "nichts bleibt uns für immer erhalten": Diese unschätzbare, kostbare Zeit. Dieser wertvolle Atem, ganz sanft auf der Haut. Das leise flüstern und das laute lachen. All das erscheint als Erinnerung, fühlt sich an wie ein Abschied auf Lebenszeit, auch wenn ich weiß, bald bist du wieder hier, doch bald ist relativ, bei uns viel zu lang. Sehnsucht nach einem Alltag, dem Frühstück im Bett mit dir, Tag für Tag bis ins Grab.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Es heißt die Sorgen bleiben dir immer fern...♥

Diese quälenden Gedanken, die jeden Abend durch unseren Kopf schleichen. Sie drücken auf unser Gemüt, sie schwächen unser Selbstvertrauen und lassen uns glauben, dass es unmöglich ist, den folgenden Tag zu überstehen. Sie bestrafen uns für jeden kleinen Fehler mit Zukunftsängsten, wollen behaupten, dass unser Leben von Kleinigkeiten ruiniert werden kann, doch dem ist nicht so.Wir müssen lernen, dass all dies nur unser niemals ruhender Ehrgeiz ist. Dieser Wille, die Perfektion mit einem Fingerschnips zu erreichen. Suchen die Sonne auf dem Boden und vergessen dabei ganz und gar, dass uns dazu keine Zeit bleibt. Wenn wir heute nicht leben, werden wir es weder morgen, noch nächste Woche tun. Alles verblasst, wirkt kalt und grau, doch wir müssen uns Farben und Pinsel greifen und unser Leben wieder strahlen lassen. Müssen ein Lächeln zeigen und dem Kapitalismus die Stirn bieten. Wir sind nicht, was wir erreichen, sondern was wir fühlen. Es ist ein harter Kampf, Nacht für Nacht. Mit jeder Zigarette brennt die Hoffnung nieder, doch nur Feiglinge geben auf. Die Kunst ist es, den Kopf zu heben und sich gegen diese kleine Stimme zu wehren, die uns all die Gesichten über unser Versagen erzählt, denn wenn wir sie ausschalten, werden wir Gewinner sein. Selbst wenn wir jeden Plan, den wir jemals hatten einfach ausradieren und neu färben, können wir überleben. Vielleicht stecken wir uns unsere Ziele zu weit, stellen zu hohe und teilweise nicht realisierbare Erwartungen an uns selbst. Sind denn unsere Träume wirklich so perfekt, wie wir sie uns vorstellen? Die Realität bietet nur wenig Raum für all unsere Wünsche, denn dies ist schon zu lange kein Ort mehr für Träumer. Wir müssen diesen Ort komplett neu erfinden um nach "Hakuna Matata" zu leben.Es kann überall perfekt sein, wenn wir nur mit dem zufrieden sind, was wir besitzen.

Mittwoch, 16. Januar 2013

Für die "intelligenten" Spinner unserer Zeit.

Jeden Tag reden wir von Intelligenz, Wissen und Fortschritt, doch haben wir uns jemals genau Gedanken darüber gemacht, was all das bedeutet? Wir stürzen uns in Wissenschaften, um das Leben zu erklären. Wir forschen nach dem Unentdeckten suchen nach immer neuen Thesen und arbeiten die Nächte durch, um unser Gehirn zu strapazieren bis an die äußersten Grenzen. Die Menschheit entwickelt immer komplexere Technologien, wir besuchen Gymnasien und uns wird "Wissen" vermittelt. Sind wir wirklich eine schlaue Generation geprägt von Weiterentwicklung? Nein, denn wir befinden uns im Rückwärtsgang. Wir fahren vielleicht 280 km/h, doch leider in die falsche Richtung. Es ist so unsagbar nutzlos, was wir Tag für Tag tun. Wir produzieren materiellen Wert und werden blind für das, was wirklich ein Leben ist. "Je höher man kommt, umso tiefer fällt man" lautet ein bekanntes Sprichwort und wenn all unsere Errungenschaften zusammenbrechen, fallen wir in ein schwarzes Loch aus Kummer, weil keiner mehr weiß, wie man lebt. Der größte Wunsch müsste es sein, diesen Fall herbei zu sehnen. Wir stopfen uns gierig Fakten in unseren Kopf und zerstampfen unsere Emotionen. Leben bedeutet glücklich sein, doch macht uns all das glücklich? Wir sprechen von Intelligenz, doch ist nicht der intelligent, der sein Leben genießt in stillen Momenten mit wunderbaren Menschen? Wir können jeden Tag sterben, doch wir suchen nach Methoden, um den Tod heraus zu zögern, anstatt unsere Zeit, die uns auf natürlichem Weg bleibt, auszukosten. Eine Falte im Gesicht muss retuschiert werden, doch wenn all dies so gewollt wäre, würden wir dann nicht ein Leben lang "makellos" sein? Die Wahrheit ist wir haben Angst vor dem Ende und vergessen dabei die Gegenwart. Wir besinnen uns nicht mehr auf die Kunst, wir erschaffen Monster, die unsere Seele auffressen in den kleinen, schlecht beleuchteten Laboren. Wir füttern unsere Mitmenschen nicht mehr mit Liebe, sondern mit Kritik. Wir zweifeln an uns selbst und um dies nicht zu zeigen, produzieren wir unseren Selbsthass auf unser Umfeld. Jeder lebt für sich allein und die Zeit rast immer schneller. Warum halten wir nicht einfach an und stoppen den Wahnsinn? Warum müssen wir immer weiter nachforschen, immer mehr Theorien widerlegen und neue aufstellen, anstatt das Leben einfach so zu belassen? Wir haben alles und davon noch zu viel und es reicht trotzdem nicht aus. Wenn ich davon rede, dass die Menschen verdummen, meine ich nicht, dass ihr Intellekt sinkt, sondern das ihr Herz gefriert und ihre Gefühle auf Eis gelegt sind. Wir messen Dingen Wert bei, die uns niemals das geben können, was uns die Freiheit des Lebens geben kann. Wenn wir auf einer Klippe stehen, der Wind uns um die Nase und durch die Haare weht und wir sehen, wie die Sonne untergeht, genießen wir das, was das wahre Leben bietet. Wenn wir am Fenster sitzen und die Schneeflocken im fallen beobachten, dann spüren wir dieses warme Gefühl im Herzen. Wenn wir uns unter Leute begeben und nicht über Karriere reden, sondern über Dinge, die unser Gemüt betreffen, fühlen wir, dass wir am Leben sind. Wenn wir eine Kerze anzünden haben wir bereits eine wundervolle Errungenschaft des Lebens vor uns, die auf einer natürlichen Begebenheit beruht. Freuen wir uns nicht alle mehr über handgeschriebene Briefe, als über eine E-Mail und haben wir nicht mehr davon, wenn wir unsere eigene Hollywood Liebesgeschichte leben, als sie uns im Fernsehen anzuschauen? Ist ein Schluck Wodka mit den Freunden nicht besser, als das Glas Wein mit dem Chef, den wir rein menschlich gar nicht ausstehen können? Wir vergessen unsere Wahrheit, sind uns selbst nicht treu, nur um anderen zu gefallen. Eine dunkle Zeit macht sich breit und wir sind geprägt von unsere psychischen Krankheiten, die es gar nicht geben würde, wenn wir aufhören würden, nach neuen zu suchen. Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist sinnvoller, als so viele andere Fragen, die wir uns täglich stellen. Wir haben bereits alles erreicht. Wir können Häuser bauen, haben es warm, wenn es draußen kalt ist und Transportmittel um unsere Liebsten schneller zu erreichen. Was brauchen wir noch? Das Glück des Einzelnen ist vielleicht unterschiedlich definiert, doch es wäre eine Lüge zu sagen, dass wir glücklicher sind, wenn die Bildschirme größer und die Zeit für das Leben minimiert wird. Fangt an zu leben, oder lasst es bleiben, aber lasst die in Ruhe, die noch wissen, worauf es wirklich ankommt. 


Herzlichen Dank, an einen Mann mit viel Wissen, aber trotzdem wenig Verständnis vom Leben, der mich zu diesem Text inspiriert hat. :) 
Wenn sie sagen, ich habe unrecht, weiß ich jedesmal, dass in Wahrheit sie nicht im Recht sind und sobald ich mein Abitur in der Tasche habe, werde ich ihnen gedanklich ins Gesicht spucken. Liebste Grüße.

Montag, 14. Januar 2013

Der kunterbunte Weg unseres Lebens

Wir trinken die Flaschen auf Ex und wanken durch das Nachtleben. Wir tanzen zwischen Rauch und flackernden Lichtern. Wir feiern auf Tischen und zerbrechen Gläser. Wir vernachlässigen unser Bett und sind nachtaktiv. Wir brechen Herzen und lassen und das eigene brechen. Wir lieben das Leben und hassen den Alltag. Wir sind glücklich und weinen nachts. Wir sind spontan und voller Lebensfreude und trotzdem faul. Wir achten auf unser Aussehen, aber lieben den Dreck auf Festivals. Wir sind laut und hassen es wenn andere lauter sind. Wir sind jung und machen uns trotzdem Gedanken um die Zeit, wenn wir es nicht mehr sind. Wir wollen uns ausleben und wollen uns trotzdem binden. Wir wollen begehrt werden, aber eine Person bis zum Lebensende lieben. Wir wollen Spaß und Depression. Wir sind widersprüchlich und haben trotzdem einen festen Standpunkt. Wir sind eine Generation geprägt vom Schatten einer zerstörten Gesellschaft und versuchen das Beste daraus zu machen.

Sonntag, 13. Januar 2013

Ein Stern namens Carola.

Und jetzt weiß ich ganz genau, du bist für immer unter uns - bis in alle Ewigkeit. Dein Stern wird heller leuchten, als jeder andere am Himmelszelt. Er wird jedem den richtigen Weg zeigen durch die bedrückende Dunkelheit. Es ist nicht leicht, das Lauf des Lebens zu akzeptieren, doch da wir rein gar nichts daran ändern können, müssen wir nach jedem Tiefschlag wieder aufstehen. Dein Herz ist nah an meinem, so wird es auch bleiben. Dein Lachen schallt noch immer durch die Nachbarschaft, weil es niemals verklingen wird. Deine beeidruckende Lebensfreude, diese reine Seele. Kein doppeltes Gesicht, hast dein Spiel mit offenen Karten gespielt und wirst somit immer der Gewinner bleiben. Du hast einen Platz in meinen Erinnerungen und meinem Herz verdient. Auch wenn ich jetzt lieber deine Hand halten würde, sehe ich in den Himmel und weiß, irgendwo da oben ist dein eigener Stern. Irgendwo da draußen kann ich deine Wärme noch spüren. Irgendwo.

Samstag, 12. Januar 2013

Wir spülen unsere Schmetterlinge die Toilette runter.

Jedes Märchen, jede romantische Komödie zeigt uns die perfekte Liebe. Wir sehen ein idealisiertes Bild, doch vergessen meist, dass dies nur ein Ausschnitt ist. Eine gute Facette einer Beziehung, doch in Wahrheit ist Liebe auch mit einem Kampf vergleichbar. Manchmal ist es hart und wir müssen zusammenhalten, auch wenn die Zeiten hart sind. Es kommen viele Stürme auf uns zu und oft müssen wir auch zerstörte Dinge neu aufbauen. Was zu viele vergessen in unserem Zeitalter ist, dass man manchmal auch stark bleiben muss. Manchmal ist es schwer, nicht zu gehen, doch wir sollten es tun, denn genau darin liegt der Sinn von Liebe. Gefühle verlassen uns für wenige Augenblicke und wir stürzen uns unbedacht in neue Herausforderungen mit neuen Menschen, weil es aufregender klingt und lassen das hinter uns, was wir so mühsam aufgebaut haben, was wir so lange geliebt haben. Was würden unsere Großeltern dazu sagen? Sie haben gekämpft in den härtesten Zeiten unserer Landesgeschichte. Sie lebten in einer qualvollen Zeit, doch sie wussten, was es heißt um sein eigenes Leben und das seiner Familie zu bangen. Sie waren meist Ewigkeiten getrennt, doch sie wussten immer, wohin ihr Herz gehört. Sie wussten, dass man Verantwortung hat, wenn man das Herz eines anderen in seiner Hand hält. Sie lassen ihre Hände nicht los, auch wenn alle anderen versuchen, sie auseinander zu ziehen. Liebe sind nicht nur Schmetterlinge, denn sie vergehen irgendwann. Lieben ist viel mehr als das. Es zerbrechliches Haus und es ist eine Schande, selbst dagegen zu treten für nichts, für jemanden der uns lediglich anzieht. Das Leben bietet vielleicht Verführungen, wir müssen manchmal streiten, doch es wird uns auch mit einer neuen Person an unserer Seite passieren und wir werden ein Leben lang weglaufen. Schaut euch die ganzen traurigen Scheidungsraten an und fragt euch nocheinmal, ob diese Welt wirklich noch normal ist. Schwören wir nicht vor dem Altar: "Bis, dass der Tod uns scheidet"? Warum brechen wir diesen Schwur so oft? Überlegen wir uns nicht vorher gründlich, ob es eine Zukunft hat? Wir lassen uns zu oft beeinflussen, machen uns das Leben zu einfach und es ist grausam, was wir für Ansprüche stellen an die Realität. Gefühle verschwinden nicht einfach, wir sind nur schwach, zu schwach um für etwas zu kämpfen und zuzugeben, dass wir uns für einen Menschen hingeben. Wir sind eine Nation voller Egoisten, voller trauriger karrierefixierter Dummköpfe, die glauben, dass weglaufen der richtige Weg ist, nur weil er einfacher ist. Fangt wieder an zu lieben, fangt an zu lesen und hört auf euch den Schwachsinn im Fernsehen anzusehen, der unseren Intellekt verdrängt, unseren Menschenverstand und unser Gefühl auslöscht. Wollen wir wirklich, dass eine ganze Generation zugrunde geht an erfundenen Krankheiten wie ein Burnout-Syndrom oder wollen wir wieder leben? Wir haben es hier gut, besser als so viele anderen Menschen, doch sie sind glücklicher als wir, ist das nicht peinlich?

Mittwoch, 9. Januar 2013

Tanz der Marionetten.

Die Welt ist geladen, die Spannungen werden immer größer. So viele abgestorbene Gehirnzellen in den Köpfen. Der Neid kontrolliert jeden Gedanken, jede Handlung. Indem wir anderen um uns schaden, fühlen wir uns gut. Wir können nur einen Platz an der Sonne bekommen, wenn wir alle anderen in den Schatten stellen, was für ein Fehldenken. Ist unser Selbstwertgefühl denn wirklich bereits auf ein Minimun reduziert, dass wir Herzen zerstören und falsche Tatsachen als Wahrheit verkaufen wollen? Der Überfluss an verdrehten Worten, diese Überflutung von manipulativen Werbespots die uns ein Ideal vorgeben und die Wahrnehmung verzerren, umgeben uns tagtäglich. Es geht nicht mehr um das Überleben oder das Glück finden, nein es geht um Ruhm. Es reicht nicht mehr, selbst auf sich stolz zu sein, alle anderen müssen zu uns aufsehen. Die Körper werden dünner, die Umgangsformen verschwinden kaum merklich. Während das Niveau der Medien allmählich sinkt, verringert sich auch unser aller Verstand. Wozu soll es führen, wenn wir alle an der Spitze stehen wollen? Wenn wir alle dort sind, warum bleiben wir nicht gleich alle auf dem Boden? Es ist vielleicht gewagt zu behaupten, dass wir irgendwann in einem Meer aus Dummheiten ertrinken, doch wäre es nicht an der Zeit, diese Lawine aufzuhalten, bevor sie uns am Ende doch den Atem nimmt? Wir sollten uns öfter die Frage stellen, was unser Herz wirklich möchte. Manchmal reicht ein Andenken voll mit Liebe. Wir können uns all die großen Geschenke sparen, die die Ansprüche schon im frühen Kindesalter in die Höhe schießen lassen. Es ist sinnvoller ein paar Kilogramm mehr auf der Waage zu sehen, als an einer aus unserem Magerwahn resultierenden Krankheit zu zerbrechen. Wir müssen lernen, dem Leben aus dieser Welt wieder Farbe zu geben, Liebe, Hoffnung, Freude, Glück. Können manche Menschen morgens noch in den Spiegel schauen? Und wenn ja, wen sehen sie dort, sich selbst oder einen von einer kaputten Gesellschaft geformten Roboter? Wir müssen etwas tun, etwas verändern, etwas bewegen um das Leben wieder angenehmer zu gestalten. Wir müssen Lächeln und zu uns stehen. Wir müssen anderen Erfolge gönnen und Kritik annehmen. Wir müssen unsere Ansprüche runterschrauben und etwas für unseren Lebensraum tun. Wir müssen unseren Körper und vorallem unser Gehirn schonen. Wir müssen Leben, so wie wir es wirklich möchten und nicht für andere. Wir müssen miteinander und nicht gegeneinander sein. Wir müssen Träume haben. All das kann so einfach sein, wenn wir es nur zulassen und vielleicht ist es dann irgendwann so weit, dass die Tränen schwächer werden und die Sonne aus unseren Herzen scheint.

Montag, 7. Januar 2013

Das Leben steckt voller Überraschungen

Wenn wir das Leben genauer betrachten, bemerken wir, wie viel Ähnlichkeit doch eine Schachtel Pralinen mit unserem Leben hat. Viele unterschiedliche Sorten von zartbitter über fruchtig süß gefüllt bis hin zu cremigem Nougat. Unser Leben hat genauso viele unterschiedliche Facetten. Es gibt diese Sorten, die wir lieben und besonders selten sind- übersetzt also die Glücksmomente, die uns den Alltag versüßen. Die Sorten, die wir mögen, aber im Überfluss kein besonderes Feuerwerk mehr in unserem Mund entzünden, stellen die angenehmen Gegebenheiten unseres Lebens dar. Sie sind fast immer um uns herum und wir bemerken nicht ihre Anwesenheit, allerdings ihre Abwesenheit umso stärker. Doch was wäre eine Pralinenschachtel ohne eine Sorte, die wir eher vermeiden? So ist es auch in unserem Leben. Es gibt Situationen, die wir am liebsten permanent vermeiden möchten, doch sie gehören einfach zum Glück dazu. Die Auswahl der Pralinen wird vom Hersteller bestimmt und wir müssen auch die nicht unbedingt schmackhaften kaufen, um die Leckerbissen zu bekommen. Wenn wir unsere Schachtel erstmal gekauft haben, müssen wir natürlich zum Verzehr die Schutzhülle entfernen. Wieder auf unser Leben bezogen heißt das: Erst kommen wir auf die Welt und müssen aber solange warten, bis wir uns aus den fürsorglichen Armen der Eltern befreien können und beginnen unser Leben selbst zu gestalten.
Jetzt liegt die offene Schachtel Pralinen vor uns. Wir können erst nach gründlicher Ansicht der Verpackung erkennen, welche Sorten wir vorraussichtlich bevorzugen und welche nicht. Am liebsten würde man einfach alle aufeinmal essen, doch das macht dick. Im Leben würden wir es als Überkonsum bezeichnen, praktisch ein Leben im Übermaß. Wir könnten natürlich auch alle einmal anlecken, also jeden Lebensweg einmal anschneiden, doch das macht am Ende nur mehr Appetit, da es nur der halbe Genuss ist.Wir müssen uns Prioritäten und verzichten, doch trotzdem jeden einzelnen Bissen unseres Lebens genießen, selbst wenn es nicht unsere Lieblingspraline ist, vielleicht kann sie es sogar noch ändern.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Vermisst!

Ich habe etwas verloren, das mir sehr am Herzen liegt. Es ist noch recht klein, sozusagen noch in der Wachstumsphase, doch bei artgerechter Pflege kann es gesund heranwachsen. Oft ist es schwarz-weiß, doch es kann auch in vielen verschiedenen Farben strahlen, wie ein Regenbogen. Das, was mir verloren ging, solltes schnellstmöglich zurück in meinen Besitz kommen. Es hört auf keinen besonderen Namen, doch es reagiert auf Wärme und Vertrauen, Kreativität und Mut.
Haben sie Hinweise, erreichen sie mich gegen 02:00 Uhr nachts irgendwo in einem Land voll von Träumen.
Ich bin auf der Suche nach meinem Leben und der dazugehörigen Perspektive.

Dienstag, 1. Januar 2013

Neues Jahr, neuer Mut

Oft sagt das Leben zu den Dingen nein, zu denen unser Herz ja sagt. Die Entscheidung ist meist schwer, ein innerer Kampf. Doch es gilt zu bedenken, dass die Menschen die Welt regieren die auf das Nein des Lebens hören. Klingt verlockend, doch die, die ja sagen und auf ihr Herz hören, regieren die Liebe, den Grundstein unseres Lebens. Reichtum und Macht sind nur ein von uns geschaffener Fluchtweg aus den Risiken des Liebens. Sich einem Menschen gänzlich zu verschreiben, mag furchteinflößend wirken, doch allein so gelangen wir zu dem wahren Glück. Das Leben sagt nein aus purem Selbstschutz und treibt sich damit in den Ruin. Ein Zeitalter geprägt von zu hohen roten und schwarzen Zahlen auf den Konten umgibt uns und wird schlimmer mit den Verweigerungen der Forderungen in unseren Herzen. Vielleicht müssen wir manchmal unseren Erfolgszwang bändigen, um genug Zeit für unser Herz zu haben. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob er Geld für materielle Zwecke heranschafft oder auf Risiko setzt und seine kostbare Zeit auf dieser Erde einem Menschen schenkt, den er liebt - das unverfälschte Glück liegt in der Liebe zu uns, unseren Mitmenschen und ganz besonderen Menschen. Reichtum ist vergänglich, jede Inflation macht aus den Geldbergen ein Häufchen Asche, doch die Menschen, die wir lieben werden bleiben, bis zum bitteren Ende.