Mittwoch, 9. Januar 2013
Tanz der Marionetten.
Die Welt ist geladen, die Spannungen werden immer größer. So viele abgestorbene Gehirnzellen in den Köpfen. Der Neid kontrolliert jeden Gedanken, jede Handlung. Indem wir anderen um uns schaden, fühlen wir uns gut. Wir können nur einen Platz an der Sonne bekommen, wenn wir alle anderen in den Schatten stellen, was für ein Fehldenken. Ist unser Selbstwertgefühl denn wirklich bereits auf ein Minimun reduziert, dass wir Herzen zerstören und falsche Tatsachen als Wahrheit verkaufen wollen? Der Überfluss an verdrehten Worten, diese Überflutung von manipulativen Werbespots die uns ein Ideal vorgeben und die Wahrnehmung verzerren, umgeben uns tagtäglich. Es geht nicht mehr um das Überleben oder das Glück finden, nein es geht um Ruhm. Es reicht nicht mehr, selbst auf sich stolz zu sein, alle anderen müssen zu uns aufsehen. Die Körper werden dünner, die Umgangsformen verschwinden kaum merklich. Während das Niveau der Medien allmählich sinkt, verringert sich auch unser aller Verstand. Wozu soll es führen, wenn wir alle an der Spitze stehen wollen? Wenn wir alle dort sind, warum bleiben wir nicht gleich alle auf dem Boden? Es ist vielleicht gewagt zu behaupten, dass wir irgendwann in einem Meer aus Dummheiten ertrinken, doch wäre es nicht an der Zeit, diese Lawine aufzuhalten, bevor sie uns am Ende doch den Atem nimmt? Wir sollten uns öfter die Frage stellen, was unser Herz wirklich möchte. Manchmal reicht ein Andenken voll mit Liebe. Wir können uns all die großen Geschenke sparen, die die Ansprüche schon im frühen Kindesalter in die Höhe schießen lassen. Es ist sinnvoller ein paar Kilogramm mehr auf der Waage zu sehen, als an einer aus unserem Magerwahn resultierenden Krankheit zu zerbrechen. Wir müssen lernen, dem Leben aus dieser Welt wieder Farbe zu geben, Liebe, Hoffnung, Freude, Glück. Können manche Menschen morgens noch in den Spiegel schauen? Und wenn ja, wen sehen sie dort, sich selbst oder einen von einer kaputten Gesellschaft geformten Roboter? Wir müssen etwas tun, etwas verändern, etwas bewegen um das Leben wieder angenehmer zu gestalten. Wir müssen Lächeln und zu uns stehen. Wir müssen anderen Erfolge gönnen und Kritik annehmen. Wir müssen unsere Ansprüche runterschrauben und etwas für unseren Lebensraum tun. Wir müssen unseren Körper und vorallem unser Gehirn schonen. Wir müssen Leben, so wie wir es wirklich möchten und nicht für andere. Wir müssen miteinander und nicht gegeneinander sein. Wir müssen Träume haben. All das kann so einfach sein, wenn wir es nur zulassen und vielleicht ist es dann irgendwann so weit, dass die Tränen schwächer werden und die Sonne aus unseren Herzen scheint.
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