Samstag, 12. Januar 2013

Wir spülen unsere Schmetterlinge die Toilette runter.

Jedes Märchen, jede romantische Komödie zeigt uns die perfekte Liebe. Wir sehen ein idealisiertes Bild, doch vergessen meist, dass dies nur ein Ausschnitt ist. Eine gute Facette einer Beziehung, doch in Wahrheit ist Liebe auch mit einem Kampf vergleichbar. Manchmal ist es hart und wir müssen zusammenhalten, auch wenn die Zeiten hart sind. Es kommen viele Stürme auf uns zu und oft müssen wir auch zerstörte Dinge neu aufbauen. Was zu viele vergessen in unserem Zeitalter ist, dass man manchmal auch stark bleiben muss. Manchmal ist es schwer, nicht zu gehen, doch wir sollten es tun, denn genau darin liegt der Sinn von Liebe. Gefühle verlassen uns für wenige Augenblicke und wir stürzen uns unbedacht in neue Herausforderungen mit neuen Menschen, weil es aufregender klingt und lassen das hinter uns, was wir so mühsam aufgebaut haben, was wir so lange geliebt haben. Was würden unsere Großeltern dazu sagen? Sie haben gekämpft in den härtesten Zeiten unserer Landesgeschichte. Sie lebten in einer qualvollen Zeit, doch sie wussten, was es heißt um sein eigenes Leben und das seiner Familie zu bangen. Sie waren meist Ewigkeiten getrennt, doch sie wussten immer, wohin ihr Herz gehört. Sie wussten, dass man Verantwortung hat, wenn man das Herz eines anderen in seiner Hand hält. Sie lassen ihre Hände nicht los, auch wenn alle anderen versuchen, sie auseinander zu ziehen. Liebe sind nicht nur Schmetterlinge, denn sie vergehen irgendwann. Lieben ist viel mehr als das. Es zerbrechliches Haus und es ist eine Schande, selbst dagegen zu treten für nichts, für jemanden der uns lediglich anzieht. Das Leben bietet vielleicht Verführungen, wir müssen manchmal streiten, doch es wird uns auch mit einer neuen Person an unserer Seite passieren und wir werden ein Leben lang weglaufen. Schaut euch die ganzen traurigen Scheidungsraten an und fragt euch nocheinmal, ob diese Welt wirklich noch normal ist. Schwören wir nicht vor dem Altar: "Bis, dass der Tod uns scheidet"? Warum brechen wir diesen Schwur so oft? Überlegen wir uns nicht vorher gründlich, ob es eine Zukunft hat? Wir lassen uns zu oft beeinflussen, machen uns das Leben zu einfach und es ist grausam, was wir für Ansprüche stellen an die Realität. Gefühle verschwinden nicht einfach, wir sind nur schwach, zu schwach um für etwas zu kämpfen und zuzugeben, dass wir uns für einen Menschen hingeben. Wir sind eine Nation voller Egoisten, voller trauriger karrierefixierter Dummköpfe, die glauben, dass weglaufen der richtige Weg ist, nur weil er einfacher ist. Fangt wieder an zu lieben, fangt an zu lesen und hört auf euch den Schwachsinn im Fernsehen anzusehen, der unseren Intellekt verdrängt, unseren Menschenverstand und unser Gefühl auslöscht. Wollen wir wirklich, dass eine ganze Generation zugrunde geht an erfundenen Krankheiten wie ein Burnout-Syndrom oder wollen wir wieder leben? Wir haben es hier gut, besser als so viele anderen Menschen, doch sie sind glücklicher als wir, ist das nicht peinlich?

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