Mittwoch, 24. Oktober 2018

#fuckyourfriendshipgoals

Der Moment, in dem du mich fassungslos machst, dich umgedreht hast und gedacht hast ich schaff's. Als du dachtest, ich steck das weg und als ich dachte es hat keinen Zweck, mich noch anzustrengen, dir nachzurennen, dir einen Grund zu nennen, denn du solltest mich kennen. Solltest erkennen, wie wir auseinander rennen, weil wir verbrennen. Ist mehr so'n Kältebrand, reden gegen ne Wand, nichtmal aneinander vorbei, wobei, ist irgendwie auch egal, jede Diskussion ist völlig banal, aber so aufgeladen, einfach emotional und unsere Worte brutal, jeder Vorwurf fatal für uns und was wir haben. Nach all den Jahren können wir kaum sagen, was wir voneinander haben, oder ob wir uns nur ertragen ohne zu hinterfragen: haben wir uns überhaupt noch irgendwas zu sagen?

Sonntag, 14. Oktober 2018

Bis die Nacht endet.

Ziehst durch die Clubs, bis sich die Clubs durch dein Leben ziehen wie ein roter Faden. Cuba Libre auf deinem Shirt, auf deinen Schuhen, auf deiner Seele. Die Musik so laut, dreht deinen Kopf endlich leise.
Letzte Kippe, letztes Lächeln, bis das Licht dich aus deiner Rolle holt. Bis sich das Drehbuch ändert. Bis die Stille wieder schreit.
Ein letztes Winken, bis die Taxirücklichter langsam verschwinden. Bis du in dir zerfällst. Bis der Boden unter dir einfach nachgibt und deine Maske an deinem Gesicht heruntertropft.
Musst dich ablenken, es wegdenken, dich wegdenken, bitte nur nicht nachdenken. Sprachnachricht, Straßenbahn, die letzten Schritte, bis du die Tür hinter dir schließt und in dein Bett fällst. Bis du dich an dein Armband kuschelst. Bis du endlich schlafen kannst.




Bis du ein paar Stunden später endlich wieder Halt hast.




Mittwoch, 3. Oktober 2018

Laufschuhe.

Irgendwas steht zwischen den Zeilen, zwischen unseren Wegen, unseren Blicken. Haben tausende Meilen hinter uns gebracht und nirgends ein zu Hause gefunden, weil kein Ort genug ist - Nichts ist genug. Gib mir mehr von der Welt, mehr vom Leben, mehr von dem Rausch, aber gib mich nicht auf, auch wenn ich immer weglaufen muss. Lass mich nicht gehen, geh mit mir solange du kannst und solange, bis ich endlich stehen bleiben kann. Bis ich endlich durchatmen kann. Bis ich es endlich ertrage, an einem Ort zu bleiben, weil das Spiegelbild im Gin immer gleich bleibt, egal wie weit ich laufe. Gib mir mehr von deiner Stärke, mehr von deinem Vertrauen in mich, bis ich mir endlich selbst vertrauen kann. Bis ich mir endlich in die Augen sehen kann. Bis ich endlich weiß, wer ich bin. Irgendwas steht zwischen unserem wir, zwischen dir und mir, weil du kaum noch die Kraft hast mir zu folgen. Weil du kaum noch zusehen kannst, wie ich erschöpft zusammenbreche, nur um kurz danach aufzustehen und wieder ziellos weiterzulaufen. Ich hoffe du holst mich ein und bringst mich nach Hause, der Ort an dem ich meine Laufschuhe für immer ausziehen kann.