Mittwoch, 3. Oktober 2018
Laufschuhe.
Irgendwas steht zwischen den Zeilen, zwischen unseren Wegen, unseren Blicken. Haben tausende Meilen hinter uns gebracht und nirgends ein zu Hause gefunden, weil kein Ort genug ist - Nichts ist genug. Gib mir mehr von der Welt, mehr vom Leben, mehr von dem Rausch, aber gib mich nicht auf, auch wenn ich immer weglaufen muss. Lass mich nicht gehen, geh mit mir solange du kannst und solange, bis ich endlich stehen bleiben kann. Bis ich endlich durchatmen kann. Bis ich es endlich ertrage, an einem Ort zu bleiben, weil das Spiegelbild im Gin immer gleich bleibt, egal wie weit ich laufe. Gib mir mehr von deiner Stärke, mehr von deinem Vertrauen in mich, bis ich mir endlich selbst vertrauen kann. Bis ich mir endlich in die Augen sehen kann. Bis ich endlich weiß, wer ich bin. Irgendwas steht zwischen unserem wir, zwischen dir und mir, weil du kaum noch die Kraft hast mir zu folgen. Weil du kaum noch zusehen kannst, wie ich erschöpft zusammenbreche, nur um kurz danach aufzustehen und wieder ziellos weiterzulaufen. Ich hoffe du holst mich ein und bringst mich nach Hause, der Ort an dem ich meine Laufschuhe für immer ausziehen kann.
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