Donnerstag, 21. März 2013

Ich will unersetzlich für dich sein.

Dieser Moment, indem ich das Tränenmeer in mir realisiere. Lass es anstauen, will es verdrängen, doch ich laufe über. Will schreien und zusammenbrechen in meiner Verzweiflung, will drüber hinweg sehen und es ignorieren. Melancholie gepaart mit Lebensmut. Zwei Persönlichkeiten vereinen sich. Vergangenheit hat mich eingeholt, war zu schnell um sie abzuhalten. Wie ein Drogenpatient, der rückfällig wird, ist meine Angst zurückgekehrt. Angst vor mir, Angst vor dir, Angst vor der Zukunft, Angst vor uns. Schmerz der zu tief sitzt ist nicht mehr unterdrückbar, er schleicht sich langsam an die Oberfläche und kratzt an meinem Erscheinungsbild. Will deine Hand spüren, doch sie ist kalt von der Entfernung. Will deine Lippen spüren, doch sie sind trocken von all den ungesagten Worten. Sind irgendwo noch wir, doch alles ist anders. Will dein Lebensgefühl sein, deine Endorphine, der Takt in deiner Brust. Will dein Koffein sein, dein Heroin, dein ein und alles. Will für dich so kostbar sein, wie ein Rohdiamant, will dein Pflaster sein in deiner größten Not. Will einen neuen Schlüssel in dein Herz, bevor der alte rostet und zu Staub zerfällt. Wärst das letzte, das ich jemals aufgeben würde, doch ich beginne, mich selbst aufzugeben. Purer Neid, auf jeden dem du mehr Zuneigung schenkst, als mir. Nenn es Egoismus, nenn es Schwäche, doch sei dir bewusst, dass lieben die stärkste Empfindung dieser Welt ist. Brauch keinen Kompass, kein Ziel, brauch nur dich, als wärst du ein Teil in mir, wahrscheinlich bist du es auch. Hab Angst, dass du das Irgendwann aufgibst, hab Angst, dass du mich vergisst. Emotionslose Internetplattformen zerschneiden mein Gefühl bis zur Betäubung, jeder Gedanke sticht auf mich ein, bis ich den Boden unter meinen Füßen verlieren und in die Tiefe stürze. Perfekt ist, wenn du an meiner Seite bist, doch warum fühle ich etwas anderes als du? Will Antworten auf Fragen, die ich nicht habe. Will Wärme wenn ich sie brauche und selbst dann, wenn nicht. Es geht nicht um das Einschließen, nicht um Kontrolle, nicht um Eifersucht, das alles empfinde ich nicht. Es geht um Sehnsucht, um Einsamkeit und die nackte Angst. Entscheidungen die wir treffen, können manchmal so gravierend für den anderen sein und trotzdem blenden wir all das aus. Du glaubst, wir haben ewig Zeit, doch die Ewigkeit ist eine hoffnungslose Lüge, denn wir sind sterblich. Ich will in deinem Arm einschlafen und die Tränen auf deinem Pullover trocknen lassen. Ich will nicht hören, wie grausam diese Welt ist, denn das weiß ich bereits. Brauche deine Einfühlsamkeit, deine schützende Hand über meinem Herz. Du bist mein Schutzwall im härtesten Sturm, du kannst nicht einfach gehen, wenn den Wind mich zerreißt. Habe nicht vor, dir deine Millionen Freunde zu nehmen, aber ich will mehr für dich sein, als sie alle zusammen. Ich will mehr wert sein, als das Geld, dass wir mal verdienen werden. Ich will mehr sein, als ein lustiges Besäufnis. Ich will mehr sein, als ein Schatten deines Herzens, ich will dein Herz sein. Vielleicht gewöhnt man sich mit der Zeit aneinander, doch vergiss nicht, ich bin zerbrechlich, das wusstest du seit der ersten Sekunde. Ich bin nicht stark, wenn ich fühle, besonders nicht, wenn es dich betrifft. Ich will dich lieben, bis mein Herz nicht mehr schlägt, aber bitte mach mich unersetzlich.

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