- [Vergangenheit] : Seit Freitagabend einen im Tee - draußen brennt der Sommer, doch jeder Sonntag ist bedeckt mit Schnee. Dein Herz schon eiskalt, wirkst so müde und alt - zu verfeiert, zu verbraucht, wieso hörst du nicht auf? Wieso weinst du & flehst, wenn du die gleichen Fehler doch immer wieder begehst?
- [Gegenwart] : Blütenblätter mischen sich mit Kippenresten im Sommerregen auf dem glühenden Asphalt - der Dreck der Stadt und die letzten Erinnerungen der vergangenen Nächte werden mit ihm in die Kanalisation gespült. Du kannst den Duft von Freiheit spüren & fühlst, wie die vergangenen ausgedehnten Nächte von Freitag auf Sonntag dem Weg des Sommerregenstroms in die Tiefe folgen. Aus deiner Bluse wäscht sich die rote Farbe heraus und mit ihr verblassen die Erinnerungen, bis du sie letztendlich endgültig ziehen lässt. Du blickst noch einmal zurück, denkst an all die Momente in schwarz weiß, an jeden Augenblick in deinen grauen Laufschuhen, in denen du verzweifelt ins Leere gerannt bist und den Regenbogen in deinem Rücken nicht sehen konntest. Alles, was du dir wünscht, ist, dass er eines Tages nicht mehr sonntags wie aus Gewohnheit fragen muss, ob du schon oder immer noch wach bist. Und mit diesem Gedanken lässt du deinen weißen Kater los und siehst ihm noch ein letztes Mal hinterher, wie er mit dem Sommerregen in der Kanalisation verschwindet.
- [Zukunft] : Um dich wird der Freitag laut, warme Sommerluft streichelt sanft deine Haut. Hast kaum noch dran geglaubt, doch auch der letzte Schnee ist schlussendlich getaut. Nach den schlaflosen Stunden, den Schnitten und Wunden, den zähen Sekunden, hat der Winter in dir nun ein Ende gefunden. Das Grau der betonierten Straßen ist nun schon in rosa gehüllt, die Straßen von den Klängen der Straßenmusikanten gefüllt und du folgst diesen Klängen - nicht um wegzurennen, nicht um etwas zu verdrängen - das kann plötzlich jeder an deinem Lächeln erkennen.
- Danke.
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