Donnerstag, 15. Dezember 2011

Auf meinem Kompass klebt ein Kaugummi.

Alles ist okay, es läuft bestens. Ich lasse hinter mir, was mich verrückt gemacht hat, ich kann wieder atmen und plötzlich wirfst du mich aus der Bahn. Ich bin so verwirrt, dass ich nichtmal mehr schreiben kann. Es fällt mir schwer die Tasten zu treffen, kann meine Gedanken nicht mehr in Worten ausdrücken, aber Worten reichen dafür sowieso niemals aus. Vielleicht möchte ich gerade gern schreien, vielleicht wird es mir aber auch gar nichts bringen. Es kann auch einfach sein, dass ich mir alles nur einbilde. Ich hab so viel gesehen und kenn trotzdem nichtmal ein kleines Stück von dieser Welt. Ich kann mich nicht entscheiden, was ich will, was ich brauche, was ich denke, was ich fühle. Wünschte mir, ich hätte eine ahnung, in welche Richtung ich jetzt gehen soll, doch es gibt so unendlich viele, aber keinen Ausweg und keine Möglichkeit zur Flucht. Ich hab mich im Wald verrannt und kann den Himmel nicht mehr sehen. Hab die Orientierung verloren und renne planlos durch die Dunkelheit. Wo ist das Ziel und wie erkenne ich, dass ich dort bin? Gibt es überhaupt ein Ziel? Vielleicht bist du Teil des Spiels, vielleicht auch nur eine Nebenrolle, ein kleiner Statist, ein Requisit, doch was passiert, wenn du perfekt bist für die Hauptrolle und ich lass dich gehen? Dann ende ich wie Dieter Bohlen, ich lass die Guten gehen, damit ich Mainstream vermarkten kann. Dann traue ich mich nicht, neue Wege zu gehen, aus Angst zu versagen, doch die Chance zu versagen ist groß. Ich wünscht, genau jetzt würde eine Sternschnuppe vorbeifliegen und alles würde einfacher werden, nur damit ich wieder eine Richtung finden kann.

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