Freitag, 30. Dezember 2011

Eines Tages bin ich bei dir.

Holzsplitter auf der Tischplatte, Hände rot und mit kleinen Spritzern Blut bedeckt. Der zerbrochene Stift geht unter wie der letzte Hoffnungsschimmer. Aussichtslos, das Geld reicht nicht für ein Fernglas, kann dich nicht mehr sehen aus der Entfernung. Leere Chipstüte, leerer Magen. Die Ahnungslosigkeit in deinen Augen ist nicht übersehbar, doch was du denkst, kann ich nicht sehen. Wärst du nicht so kompliziert wie ich, dann würden wir nicht aneinander vorbeilaufen, doch genau das ist der Grund, der unsere Blicke treffen ließ. Der Eyeliner klebt über meiner Lippe, tropft schwarz auf meinen Oberschenkel. Der Kopf ist zu schwer, um ihn oben zu halten, du bist zu weit weg, um dich fassen zu können.
Niemals werde ich jemanden so lieben wie dich, auch wenn du nur noch ein Stern am Himmel bist, der mir den Weg aus dem Dunkel zeigen soll.

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