Samstag, 17. Dezember 2011

Meine größte Lüge ist die einzige Wahrheit.

Und ich sitze hier, warte auf mein blondes Mäuschen und denke nach. Die letzten Wochen haben mich aufgewühlt, haben mich aus der Bahn geworfen. Zu viel Alkohol floss durch meinen Körper, zu viel Rauch landete in meinen Lungen, hab mich von zu vielen Kerlen verarschen lassen, hab zu viele geküsst, hab zu viel nachgedacht, hab zu lange wach gelegen, hab zu viel in den Spiegel gesehen und meine tägliche Beschäftigung vollführt. Renn von einer Fete zur nächsten, renn von einem Spiel zum andern. Ich denk nicht mehr nach, ich handle intuitiv. Das, was du immer von mir haben wolltest, bricht mir jetzt das Genick und du hörst dem Knacken genussvoll zu. Deine Worte sind tief in mein Gedächtnis eingebrannt und alles was ich wollte, war mein Leben zurück, war die Freiheit genießen. Hab Fehler gemacht, aber bereue sie nichtmal, weil das Kribbeln zu aufregend und der anschließende Schmerz zu schön war. Ich wollte Aufmerksamkeit um jeden Preis, doch als ich sie bekam, war sie eine erbärmliche und auch noch schlechte Lüge, auf die ich bei vollem Bewusstsein aus Verzweiflung eingegangen bin. Eure Masche ist gleich, immer und immer wieder, doch es verletzt mich kaum noch. Meine beste Entscheidung werde ich nicht treffen, weil der Nervenkitzel zu kurz kommt, weil der Rausch zu schwach wäre. Meine zitternden Hände tippen verzweifelt Buchstaben, die kaum noch Sinn ergeben und trotzdem auf irgendeine Weise versändlich erscheinen. Ich trauer dir nicht hinterher, obwohl ich weiß, dass das nicht stimmt. Dein Name ist x, weil ich zu unentschlossen bin, um mich zu entscheiden und x steht für dich, dich, dich oder dich und im endeffekt für keinen. Mein Name ist beschmutzt, so wie das missbrauchte Vertrauen, was du mir geschenkt hast. Es ist mir egal, ob du bleibst oder nicht, denn gut wird es sowieso nicht werden.

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