Sonntag, 16. September 2012

Ein neues Kapitel beginnt.

Und dann ist er da dieser Moment, indem man allein ist. Man blickt auf die Straße, doch sie ist kalt und verlassen. Nur der Wind weht noch leise, vielleicht dein letzter Atemzug der sich durch meinen Körper zieht, wie die Einsamkeit, weil dich nichts zurückholt. Hätt nicht gedacht, dass es so schnell kommt, mich so umhaut, alles so verändert. Nie wieder dieses Lachen. Ich schau auf die Straße und sehe die Vergangenheit. Dieses lachende Kind, singend auf dem Fahrrad, doch all das sind nur Erinnerungen an die zu schnell verflogene Zeit aus zu weit entfernten Tagen. Es durchzuckt mich wie ein Blitz, weil ich bemerke, dass nichts erhalten bleibt. Werd meinen Weg weiter gehen, mit dem Gedanken an die wundervollen Augenblicke hier. So viele positive Dinge, die ich zu Anfang posten konnte sind eine Seltenheit, welch trauriger Zustand. Wir werden erwachsen, sehen alles aus den realistischen Augen und bemerken, wie unbeschwert das Leben aus Kinderaugen doch ist. Wie frei wir uns gefühlt haben, als wir auf Bäume geklettert sind und uns gefühlt haben, wie die wilden Hühner. Haben uns aus den Augen verloren mit den Jahren, weil wir uns von uns selbst entfernt haben. Mit distanciertem Blick in den Spiegel betrachten wir uns zu kritisch. Wir sehen nicht existente Fehler und der Mut sinkt herunter an einen schmerzhaften Punkt, den wir hätten vermeiden können. Jeder schlechte Einfluss zeigt sich erst zu spät, auch wenn wir ihn zum entsprechenden Zeitpunkt nicht wahrnehmen wollten. Wir sind nicht allein, auch wenn keiner sich meldet, wenn wir weinend zusammenbrechen. Es kann nicht immer jemand da sein für unser Leid, weil wir lernen müssen, selbst Schmerz zu ertragen, zu verarbeiten und daraus neu herauszuwachsen. Hast mir viel beigebracht, durch deine Sicht zum Leben. Ich weiß ich war nicht immer gut zu allen, doch du hast jeden Fehler verziehen, weil es menschlich ist. Du wusstest, alles wird sich geben, sich zum Guten wenden und du hattest Recht. Selbst wenn sich Freundschaften lösen, die Familie steht hinter uns, das hab ich gesehen, auch wenn es mir schwer fällt so viel Emotionen zu zeigen. Hab einen guten Mann kennengelernt, der mir vielleicht nicht die Lasten abnimmt, weil jeder von uns geprägt ist von der Zeit, doch er gibt mir Halt. Hab dich kennengelernt, auch wenn ich dich nun verlieren musste auf die schlimmste Art und Weise, doch du hast einen Platz hier in unserem Haus, weil die Seele unsterblich ist. Kann kaum noch gerade stehen, mein Kopf macht mich betrunken. Zu viele Gedanken die ich niederschreiben muss, runter vom Herz, raus aus dem Kopf. Egal wie tief die Hoffnung auf das Wundervolle auch sein mag, ich hab gelernt, dass es sich lohnt zu kämpfen und weiter zu machen, nichts auf die unbedeutsamen Worte der Gesellschaft zu geben. Bin vielleicht einerseits an mir selbst gescheitert, doch stärker geworden an der Einsicht darüber. Ich werd es besser machen, so gut ich kann. Muss mich isolieren, um die Emotionen zu ordnen, sie fürs Erste wegzustecken. Doch woran erkennt man Lügen, wenn sie so gut kaschiert sind? Kleine Makel, einfach überschminkt. Eine Maske im Gesicht so vieler Menschen, doch du warst immer ehrlich. Wer ist es noch? Ich werde ihm vertrauen, auch wenn ich blind in mein Verderben laufe. Ich werde nicht selbst wieder zerstören, was mich so glücklich machen kann, du hättest es gewollt. Du warst wie Familie, auch wenn Außenstehende dies nie verstehen können. Man kann mit Eltern nicht über alles reden, du warst wie eine zweite Mama in diesen Augenblicken. Du bist nun nicht mehr da, doch hast großen Eindruck bei mir hinterlassen und mir etwas auf den Weg gegeben. Wenn man es will, kann man glücklich sein. Wir alle können es, wir müssen nur das Auge für die Meinung anderer verschließen und uns durchbeißen. Den kleinsten Sonnenstrahl sollten wir feiern, denn wer weiß ob er morgen noch da sein wird. Hab Menschen um mich, die da sind, so wie du es auch warst und es in meinen Gedanken bleibst. Ich danke dir, auch wenn nun für eine Weile der Himmel grau bleiben wird.

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