Dienstag, 11. September 2012
DoppelpunktKlammerAuf
Von Minute zu Minute verdunkelt sich das Zimmer. Die Nacht holt den Tag ein und begräbt ihn unter ihrer Schwärze. Sterne funkeln uns entgegen und schenken uns das Gefühl, nicht allein zu sein. Mein Körper schwebt in Trance durch den Alltag, doch ich liege im Bett unter der Bettdecke und komme nicht mehr hervor seit gefühlten Jahren. Der gut gemeinte Rat zu jedem, der Optimismus, von dem ich andere überzeuge, dem ich mich jedoch selbst nicht mehr annehmen kann. Immer wieder der gleiche erbitterte Kampf in mir auf der Suche nach dem Richtig und Falsch, der Unendlichkeit und der Realität. Wir verlieren niemals alles, auch wenn uns große Teile einfach aus den Händen und dem Herz gerissen werden, doch trotzdem bleiben wir nicht allein. Wir besitzen unsere Kraft, etwas neues aufzubauen, wenn wir nur hart genug darum kämpfen. Kein Weg ist leicht, alles wird nur verwirrender und zieht die Schlinge um unseren Hals zu. Wir werden herauskommen, wir werden es schaffen, die hauptsache ist wir überleben. Wir müssen das Leben von einer anderen Seite betrachten, müssen begreifen, dass alles einfach weitergeht. Es gibt keinen Zwischenstop, wir müssen dem Leben hinterherlaufen, doch nicht gezwungen, eher aus Leidenschaft. Nur wenn wir lächeln, nur wenn wir hoffen, nur dann können wir es schaffen. Wir können glücklich sein, es geht, wir müssen nur unseren eigenen kleinen Weg durch den Dschungel der Wirklichkeit finden.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen