Sonntag, 23. Oktober 2011
Wir trinken zu viel, es bleibt ein Spiel ohne Ziel.
Wir singen Lieder vom Leben, von vergangenen Zeiten und den Veränderungen, die jede einzelne Sekunde mit sich brachte. Haben viel gelacht & geweint, sind dutzende Male besoffen über die tanzfläche getorkel und haben die Zeit vergessen. Wir haben verdrängt, dass alles ein Ende findet und selbst Freundschaft und Liebe so verderblich sind wie ein Joghurt. Unser Leben ist nicht endlos. Wir können keine Dauerschleife einstellen, wie bei einem Musikplayer. Jeder Schritt ist wertvoll, jeder Moment hat Bedeutung. Wir schreiben unsere eigene, ganz persönliche Synphonie. Kleine Fehler im Takt, wenige unpassende Töne, doch im Großen und Ganzen unser perfektes Werk. Unser Unikat. Unser Leben festgehalten in Melodien und Worten. Vielleicht wollen wir festhalten an Dingen, die längst verloren sind, doch wäre unser Lied dann zu monoton? Was hätten wir erlebt, hätten wir nie mit dem Feuer gespielt? Wie wäre unser Charakter geformt, hätten wir es nie riskiert, die Sicherheit aufs Spiel zu setzen? Natürlich, sollte man in der Lage sein können, zu verzeihen, doch gibt es nicht auch Fehler, die unentschuldbar sind? Manchmal sollten wir das gehen lassen, was uns nicht gut tut, auch wenn es uns etwas bedeutet hat. Unser Herz hat seinen ganz speziellen Takt, den Beat der uns am Leben hält. Wir lassen uns treiben vom Glücksgefühl, vom Rausch der Sinne. Die bunten Farben so verschwommen, jeder Schmerz so sinnvoll und trotzdem schmerzhaft. Doch das einzige wonach wir streben müssen, ist unsere vollendete Komposition, geprägt durch Höhen und Tiefen. Wir tanzen uns die Sorgen aus dem Kopf und saufen die pure Lebenslust literweise auf ex.
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