Was bringt es uns zu glauben, dass alles einen Sinn hat und sich zum Guten wendet? Wozu gibt es Religionen, wozu gibt es Versprechen, wenn unsere Welt aus erlogenen Bausteinen besteht? Wir vertrauen, verschenken unser Herz. Wir scheißen auf das Risko, denken nicht an die Verantwortung, die Probleme. Wir glaube nicht daran, dass irgendwann alles zerfällt. Ein kleiner Sturm, ein winziges Unwetter und schon stürzt unser selbst zusammengebastelter Unterschlupf in sich zusammen, unsere einzige Sicherheit vor der Welt ein Haufen Asche. Plötzlich stehen wir allein in den Trümmern, doch trotzdem ist die Verwüstung kein Vergleich mehr zu unserem kaputten Herz. Nichts kann die Narben heilen, nichts löscht die Erinnerung. In Euphorie haben wir die Escapetaste abmontiert. Voller Zuversicht haben wir uns auf das Unmögliche eingelassen. Wir wurden verletzt, verlieren Gefühle. Die eiskalte Schicht umhüllt unsere Seele, die Eiszeit bricht an, sehnen uns nach Wärme. Wir wollen hoffen, doch die Hoffnung hat versagt. Wir wollen Glück finden, doch unser Verstand hat versagt. Wir wollen lieben, doch wir haben versagt. Schenk mir eine Sternschnuppe, einen Wunsch. Ich will mir wünschen, dass du glücklich wirst und nicht deine Gefühle verlierst.
Tief im Herzen werde ich dich nicht aufgeben.
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