Montag, 12. September 2011
Leben zum selber basteln.
Als kleines Kind haben wir voller Spannung den Märchen, Sagen und anderen aufregenden Geschichten gelauscht. Wir glaubten insgeheim alle, dass wir kleine Prinzessinen sind und uns der Prinz auf seinem großen, weißen, edlen Pferd rettet, wenn die Zeit gekommen ist. Er würde all das Böse bezwingen, den Drachen der um unser Leben trachtet. Der Weihnachtsmann war realer, als erwachsen zu werden. Das Herz schlug für Bibi Blocksberg, die große wundervolle Heldin. Die in der perfekten Familie, die aus jeder noch so verzwickten Situation unbeschadet herauskam. So viele unersetzbare Momente, so viele Dinge, die niemals für unsere Augen bestimmt waren. Die Realität hat uns alle an der Hand gepackt und man musste lernen, dass nicht alle Wunden heilen und erst recht niemals alles perfekt wird, wenn man nicht fest genug daran glaubt. Wir haben Schere und Kleber bekommen und konnten dann selbst entscheiden, was wir zerstören und was wir heilen wollten. Waren in der Lage, Verbindungen zu kappen, oder zerbrochene Herzen zu kleben. Nur ein Schritt bis zum Glück und nur einer bis in den Abgrund und nur wir allein sind dafür verantwortlich in welche Richtung unser Schritt geht, vielleicht bleibt auch Jemand stehen. Doch nicht alles ist beeinflussbar. Manchmal kommt es einfach vor, dass Menschen dich nicht genug schätzen. Manchmal muss man stark sein. Manchmal ist es hart, doch nur dadurch spürt man das darauf folgende Glück viel intensiver. Das Glück, geliebt zu werden, auch wenn der Mensch nicht dazu fähig ist, sich ganz darauf einzulassen und es zu zeigen.
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