Dienstag, 14. August 2012

Identität vs. Identitätsdiffusion - Erik Homburger Erikson

Diese quälenden Gedanken, dieses Pochen in der Brust, das Zucken der Augenlider und das leise, aber dennoch hörbare Geräusch einens zersplitternden Spiegels in unseren eigenen Tiefen des Selbst. Ich geh verloren in einem Strom aus Eindrücken, Emotionen und Ängsten, dass ich mich selbst loslasse und vergesse, welche Richtung ich einschlagen muss, um am richtigen Ziel zu enden. Hab den Zeiger der Uhr zurückgedreht um zu viele Stunden, hab mich verrannt in endlosen Erfahrungen, die nicht reifer, sondern nur kontrollsüchtiger machen. Das zittern der Hände macht mich nervös auch wenn ich den Grund dafür nicht weiß. Versuche Verständnis für mein Verhalten zu erlangen, doch analysiere nur die Umgebung, weil ich mir selbst schon immer zu komplex war. Kein einziger Gedankengang mehr nachvollziehbar, kein lächeln mehr seit wenigen Minuten. Meine Freude verblasst bei dem Gedanken daran, dass wieder ein Tag verschwendet wird, dass wieder Stunden verloren gehen und ich wieder in mir selbst zusammensinke, weil die Einsamkeit mich wahnsinnig macht. All das, was für dich so Unverständlich sein mag, zaubert mir Tränen hinter die Fassade, auch wenn ich es niemals vor dir zugeben würde, um nicht alles zu zerstören, wie ich es bereits einmal getan habe. Nie wieder, weil die Abhängigkeit von einer Person irgendwann mein Verhängnis werden könnte, weil die Luft zum Atmen fehlt. Am Ende dreht sich alles um die eine Frage: WER ZUR HÖLLE BIN ICH?

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