Samstag, 16. Februar 2013
Hollywood hat uns belogen.
Zwischen Vertrauen und Misstrauen. Zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Zwischen lachen und weinen. Zwischen warm und kalt. Es ist ein Cocktail aus den unterschiedlichsten Zutaten, das Leben gemixt aus Höhen und Tiefen. Wir erklimmen Berge, um danach wieder ins kalte, schattige, verlassene Tal hinabzusteigen. Unser Aufenthalt auf der Spitze ist endlich, auch wenn wir das nicht ohne weiteres akzeptieren wollen. Wir steigen ins Flugzeug, starten in unbeschreibliche Höhen und blicken auf all das herab, das uns so verletzen kann. Für eine Weile bleiben wir oben, bis wir dann das ersehnte Ziel erreichen und wieder zur Landung ansetzen und plötzlich auf den Boden der Tatsachen zurückkehren. Es ist ein Urlaub. Wir öffnen die Hoteltür, überall der Duft von mehr und unendlicher Weite, doch nach weniger Zeit müssen wir wieder in den tristen Alltag zurückfinden. Würden wir ausbrechen, würde uns irgendwann überall die Realität einholen. Ob unser Alltag unter den Palmen, in mitten einer Großstadt oder auf dem Land zu finden ist, alles klingt für den anderen, der es als Kontrast zu seinem alltäglichen Leben ansieht, das Paradies. Können wir das hier und jetzt dann nicht auch überall perfekt gestalten? Nein, wir müssen es einfach einsehen, ohne dieses erklimmen von Bergen, das fliegen in unerreichbaren Höhen hat nur einen so großen Wert, weil wir wissen, wie hart es manchmal sein kann. Wir müssen hinfallen, uns unsere Haut aufschürfen, um es zu schätzen, dass Wunden heilen können und wir aus Fehlern lernen, um in der Zukunft besser auf unsere Schritte zu achten. Das Alter macht uns weiser. Es ist richtig, Dinge zu riskieren. Jeder Berg besitzt lockeres Gestein, dass uns in die Tiefe reißen kann. Jedes Flugzeug kann abstürzen, aber wenn wir nicht einsteigen, könnten wir vielleicht etwas wundervolles verpassen. Es erscheint manchmal alles aussichtslos und grau, doch wir müssen Menschen vertrauen, mit denen wir uns ein Leben in unserer Zukunft aufbauen wollen. Wir müssen geduldig warten und den Schmerz ertragen, auch wenn es nicht mal sicher ist, ob es überhaupt funktionieren und auf ewig halten wird. Tun wir es nicht, haben wir keine Chance auf dieses Glücksgefühl, wenn es funktioniert. Liebe kann uns manchmal den Boden unter den Füßen wegreißen, sie kann unseren Kopf auf den Asphalt schlagen und unser Herz zerkratzen. Aber sie kann noch viel mehr, denn sie ist das wertvollste Geschenk, dass wir auf diesem Planeten besitzen. Sie schenkt uns Wärme, sie schenkt uns Geborgenheit. Wollen wir das aus Angst wirklich aufgeben? Wollen wir lieber allein sein, aus purer Angst, erneut verletzt zu werden? Es hat einen Grund, warum nicht jeder Mensch vom gleichen Kaliber ist. Jeder findet das passende Gegenstück, aber dazu müssen wir mit offenen Augen das Glück suchen, anstatt abzuwarten, bis es uns findet. Wir müssen Hände halten und loslassen können, wenn unser Herz es für richtig hält. Es wird niemals leicht sein und selbst wenn es das wäre, würden wir es nicht erkennen und uns letztendlich doch wieder neue Steine in den Weg legen. Ich will, dass ich seinen Herzschlag noch in vielen Jahren spüren kann. Ich will, dass sein Name auf ewig der sein wird, der in mir dieses Feuer entfacht. Manchmal hinterfragen wir das Glück und erkennen seine Zerbrechlichkeit, doch das geht jedem Einzelnen von uns so. Wer hinterfragt wird immer wieder auf neue Mängel stoßen, doch jeder Makel ist ein Zeichen von Einzigartigkeit. Ein Mensch muss nicht perfekt aussehen, er muss nur in unseren Augen wunderschön sein. Ein Mensch wir auch niemals permanent das tun, das wir uns erhoffen. Wer hat jemals behauptet, dass wir permanentes Glück empfinden müssen, um am Ende unseres Lebens zu sagen, dass alles perfekt war? Nach wenigen Jahren erinnern wir uns nur noch an das Schöne und genau darauf kommt es an. Wenn wir dieses bestimmte Gefühl in uns tragen, dass uns sagt, wir machen etwas richtig, dann ist genau das der Grund, für den es sich lohnt zu kämpfen. Morgen ist er gerade mal ein Jahr an meiner Seite. Auch wenn es selten einfach war, jeder Moment in dem du deinen Arm um mich gelegt hast, war es wert.
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