Mittwoch, 2. November 2011

Wer bremst, verliert.

Licht geht aus, hab mir die Birne weggesoffen mit der Flasche Glücksgefühle. Lag in deinem Arm und wollte nie mehr weg. Sah in deine Augen und wollte nie wieder andere sehen. Dinge, die nicht endlos sein müssen, sollten wir genießen. Wir sollten die Schokolade nicht kauen, sollten nicht in das Eis beißen und nicht beim Fernsehen unser Lieblingsgericht hinunterwürgen. Wir sollten es genaustens betrachten, sollten darüber nachdenken und es uns dann langsam auf der Zunge zergehen lassen, wie deinen sanften Kuss. Ich brauch kein Liebeslied, brauch keine scheiß Herzchen, alles was ich brauche ist das Lächeln, das du mir schenken kannst. Ich brauche den Regenbogen, der mich glauben lässt ich sei auf Koks. Du bist mein Speed, du machst mich high und trotzdem behalte ich meine weiße Weste, ohne sie mit Persil zu waschen. Schau in den Himmel und sag mir was du siehst. Weißt du was ich sehe? Sterne. Die leutenden Seelen, die uns damals zusammengeführt haben, die uns einander vertraut gemacht haben. Wir beide, mit Vollspeed auf der Autobahn. Ich irgendwo zwischen Depression, zugeteerter Lunge, schlaflosen Nächten und Alkoholrausch. Du dicht hinter mir zwischen Verstand und Zärtlichkeit, mir auf der Spur. Kehrtwendung auf der Strecke, Geisterfahrer, dich hats nicht interessiert, denn ich war auf dem Weg zu dir. Haben die Ausfahrt Richtung Liebe und Trauer genommen und trotz so vielen Staus, zahllosen kaputten Fahrbahnen und Rechnungen für unsere Straftaten und Fahrzeugbeschädigungen den Weg zu uns selbst gefunden. Hättest du damals nicht gehupt, hätte ich dich vielleicht nicht gesehen. Wäre ich kein Risiko eingegangen und hätte auf meinem Fluchtweg aus der Realität nicht gewendet, würde ich vielleicht jetzt nicht mit dir gemeinsam in einem Auto fahren, irgendwo auf der Milchstraße, dem Highway unserer Herzen.

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