Sonntag, 20. November 2011

Ihr wisst GAR NICHTS.

Ich laufe durch mein Zimmer, einen Schritt vor dem andern. Wackelig auf den Beinen mit verschwommener Sicht. Realität und Traum verschmelzen. Was ist noch Wirklichkeit? Bitte lass es einen Traum sein, lass mich aufwachen und ihn wieder in meinen Armen halten. Nimm mir alles, alles, alles, nur nicht den letzten Menschen der mir mein Leben bedeutet. Ich habe keine Angst mehr. Die Kippe verbrennt die Haut, der Schmerz kaum spürbar, eingebrannte Narben. Ich kotz mein Leben aus, um die Scheiße zu vergessen. Schreie blind vor Wut, kraftlos vor Verzweiflung und ich lächle. Lächle, das Leben ist so ironisch, es lacht mich aus. Jeden Tag gibt es was Neues, jeden Tag eine Überraschung, wie bei einem Adventskalender. Du öffnest das Türchen und dir springt eine Nadel ins Auge. Du traust dir selbst nichtmal mehr, hast dich so verraten wie keiner je zuvor. Ihr sterbt weg, ihr lauft weg, ihr seht weg - ich kann nicht mehr atmen. Ich ersticke an meiner Hoffnung, die toten Schmetterlingsleichen erbrech ich dir auf deine Füße, kannst mich nicht halten, weil ich schon längst falle. Ich scheiß auf die Meinung vom Rest, meine Gründe liegen viel tiefer und landen kurz danach im Kanalrohr. Ihr seid alle so erbärmlich, ich fühl mich reif für die Klapse. Ich will nicht perfekt sein für EUCH. Ich will nicht gewöhnlich sein. Ich will nichts damit erreichen, was ihr verstehen könntet. Ich halte mich nicht an eure Ideale, nicht an eure Regeln. Wenn ich regungslos auf dem Boden liege, dann freu ich mich nicht, dann bin ich nicht stolz, dann fühl ich mich nicht gut, sondern frei von der Last. Ihr seid alle so blind, ich könnte heulen, auch wenn es eigentlich nur noch zum lachen ist. Alles was ich brauche, ist dieser Junge, der als Einziger begriffen hat wieso. Der Junge, der als Einziger verstanden hat, wer ich bin. Der Junge, der mich als Einziger wirklich geliebt hat. Der Junge, der mich trotzdem nicht allein lässt, auch wenn er nicht sieht, dass ich zu scheitern drohe. Ich werde immer für dich da sein, Robert.

"Sag mir, wozu bist du bereit wenn jeder geht, den du liebst? "

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