Dienstag, 4. Februar 2014

Wir sind Krieger in unserem eigenen Kampf

Sonnenschein hinter geschlossenem Fenster, lass ihn nicht rein. Ist so dunkel, kann kaum mehr einen Gedanken fassen, weil ich keinen sehe. Deine Augen verschwimmen vor mir. Erst haben wir ein Haus gebaut, mühsam und sorgfältig, doch als es stand, sahen wir plötzlich von weitem die immer näher kommende Abrissbirne. Sie rast auf uns zu doch verfehlt uns immer wieder. So knapp. Der Wunsch, es gäbe einen Gott, der uns schützt, ist sinnlos. Wir sind Realisten, geprägt von den bitteren Tränen des Lebens. Haben so oft Stärke bewiesen und Schmerzen ertragen, doch gegenseitig machen wir uns schwach. Konnten immer um alles kämpfen, doch bei dem Wort wir verfallen wir in schlagartige Panik. Es bleibt nur Hoffnung. Der Wille, es zu schaffen, bis wir daran innerlich verbluten, weil uns beiden nichts anderes bleiben würde, außer Leere. Unsere Abhängigkeit gepaart mit Freiheitsdrang und Autonomie ist wie der Versuch Wasser und Öl zu mischen. Wir landen immer wieder an einer Grenze, die wir überschreiten müssen. Doch wir sind stark genug. Wir sind so viel wertvoller, als all unsere Vorstellungen. Die Momente, wenn wir Hand in Hand mit dem Kopf durch die Wand laufen sind kein Zeichen von "es fehlt etwas", sondern lediglich der Beweis, dass selbst die Perfektion nicht perfekt ist. Unser Vertrauen ist ein Geschenk und unsere Liebe lässt uns schweben, damit wir das Leben aus einem Blickwinkel betrachten können, von dem wir vorher nie zu träumen wagten. Unter Garantie werden wir noch tausende Male an einen Punkt des Selbstzweifels gelangen und mit Sicherheit werden wir noch oft genug den anderen verfluchen, aber ein Weglaufen steht nicht mehr zur Debatte. Es ist wie Sekundenkleber, der unsere Herzen aneinander heftet.Wir müssten sie mit Gewalt voneinander losreißen und würden den größten Schaden unseres Lebens anrichten. Vielleicht ist es leichter nur für sich selbst Verantwortung zu tragen, doch es könnte niemals glücklich machen. Was auch immer geschieht, wir wissen, was die richtige Entscheidung wäre, doch ob wir sie treffen, kann niemand genau sagen.

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