"Was muss passiern' ich bleib ratlos,
was soll ich tun, du machst mich schlaflos."
(Jennifer Rostock - Schlaflos)
Kurzer Blick nach links, leichtes zucken beim Anblick deiner viel zu tiefen Augen. Sie saugen mich zurück ins Dunkel, in die Schwärze. Ringe nach Luft, doch sie ist gefroren, diese Kälte zwischen uns ist zu präsent. Meine Beine laufen schneller, weg von dir, weg von der Vergangenheit, doch mein Herz bleibt liegen, es geht nicht mit. Bleibt bei dir, auf der Strecke, wird überrannt von dieser Menschenmasse. Nasses frisch gewaschenes Haar wirft Tropfen, löst das Salz auf meiner Wange. Du bist weg und all die Lügen dieser traurigen Menschen, diesen noch immer Pubertierenden, die du so brauchst, sie zerkratzen meinen Stolz, mein Herz, mein Innerstes. Hab dich nie belogen, doch deine Worte waren kopflos. Während du den Morgen noch verschlafen hast, plante ich das nächste Jahr. Dein Kopf im Gestern und mein Herz im Morgen waren eine wacklige Konstellation, die doch zu gut funktioniert hat. Hab dich nie betrogen, doch du stehst trotzdem auf der Seite derer, die solche Lügen erzählen. Lässt mich liegen, vergisst mich, für ein Leben voller überschminkter, intriganter Kinder. Zerreißt mich damit Tag für Tag und trotzdem kann ich nicht vergessen.
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