Donnerstag, 12. September 2013

Manchmal ist das Leben ein Härtetest

Oft werden wir vom Leben herausgefordert und auf eine harte Probe gestellt. Wir müssen uns allein damit zurecht finden, weil jeder von uns seinen eigenen Konflikt mit sich selbst führt. Es scheint wahr zu sein, dass es immer komplizierter wird, umso älter wir werden, doch die schwierigste Aufgabe ist es, zu sich selbst zu finden. Wir müssen einen Kompromiss finden, der uns bedingungslos glücklich macht. Hört sich geschrieben alles sehr plausibel an, doch die Wahrheit ist, dass genau das unerreichbar ist, umso mehr wir nach dem Glück suchen. Das Rezept für das Glück ist die Erkenntnis, dass es einfach keine konkrete Anleitung dafür gibt. Es gibt tausende Träume, die Nacht für Nacht durch die Köpfe eines Jeden schwirren. Wir sollten sie vielleicht einfach anpacken, sollten kämpfen, doch am Ende kommen wir trotzdem an einen Punkt, der uns enttäuscht. Es gibt kein allgegenwärtiges Glück und wir müssen genau das akzeptieren. Es ist egal ob wir Schriftsteller, Schauspieler, Biologe oder Psychologe sind, wir müssen zwangsläufig immer wieder unsere eigenen Grenzen erreichen. Der Grund dafür lässt sich relativ einfach erklären. Wenn wir harten Sport treiben, dann quälen wir uns und geraten an genau solche Grenzen. Doch ohne sie, würden wir die anschließenden Endorphine nicht spüren. Die Energie, die durch den gesamten Körper fließt und jede einzelne Zelle belebt. Wir müssen stark sein und dem Leben manchmal die Stirn bieten, damit wir es uns leisten können, in einem anderen Augenblick Schwäche zu zeigen. Vielleicht ist es wirklich die schwierigste Aufgabe, seinen richtigen Weg zu finden, doch wenn man genau darüber nachdenkt, gibt es keinen richtigen Weg. Jeder Pfad des Lebens, bringt uns an dasselbe Ziel. Wir werden immer wieder bei uns selbst ankommen, egal was wir tun. Auch wenn wir manchmal versuchen, unsere Charakterzüge zu ändern, wird unser Grundgerüst immer dasselbe bleiben. Der Mensch an sich bleibt sich treu, auch wenn es nicht jeder zeigt. Egal wie wir uns tagtäglich präsentieren, wenn wir dann abends allein im Bett liegen, sind wir alle so, wie wir sind. Alle ein wenig anders und im Endeffekt doch relativ gleich und leicht zu durchschauen. Niemand ist ein unbezwingbarer Eisklotz. Irgendetwas bringt auch den stabilsten Brocken zum Schmelzen und nur wir selbst wissen, was genau das ist. Egal wie viele bei diesem Satz jetzt kontern wollen und glauben, einen Menschen zu kennen, der nicht aus der Fassung gebracht werden kann, es ist und bleibt die Realität. Jeder von uns hat seine eigenen Grenzen. Das einzige was wir brauchen, um zu wissen, dass im Großen und Ganzen alles rund läuft in unserem Leben, ist die Gewissheit, dass wir eine ganz eigene Persönlichkeit besitzen und das ist das wundervollste was dieses Leben uns zu bieten hat. Jeder von uns kann funkeln wie ein Diamant, wenn wir nur das richtige Licht aus der richtigen Position darauf werfen. Die Menschheit ist wie der Sternenhimmel, jeder strahlt für sich allein in die Dunkelheit, aber gemeinsam bilden wir ein faszinierendes und unsagbar schönes Bild. Es ist nur mit jedem einzelnen Stern vollständig. Wir dürfen niemals vergessen, dass wir ein Teil einer Gesellschaft sind und nicht allein die Welt bewegen müssen, um sagen zu können, wir haben im Leben etwas erreicht. Wenn nur ein Stern am Himmel heller strahlt, bleibt es trotzdem dunkel, doch wenn wir alle gemeinsam stark leuchten und unser Bestes geben, können wir die Schwärze um einiges heller machen. Wir sind nicht allein auf dieser Welt und niemand erwartet von uns, dass wir besser sind, als der Rest. Wir dürfen nur niemals aufgeben, wenn für einen Moment Wolken aufziehen, denn sie werden vergehen, ganz bestimmt.

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