"Es tut wieder weh, es tut wieder weh,
ich will raus hier, doch ich weiß nicht wie.
Es tut wieder weh, es tut wieder weh
und mein Stolz geht vor die auf die Knie."
Jennifer Rostock - Es tut wieder weh
Es ist egal wo wir sind, was wir tun und bei wem wir sind, denn unser Alltag lässt uns nicht fliehen. Er kommt uns hinterher, ganz leise, so dass wir ihn kaum bemerken und in ein Gefühl der Sicherheit begeben, doch unser Herz ist niemals sicher. Die Erinnerungen, die zu schmerzhaft sind, kleben uns an den Fersen und wir können sie nicht abkratzen. Selbst wenn wir rennen, es holt uns ein. Jeder Augenblick, der wie ein Splitter in uns steckt und unsere Gefühle zersticht. Jede Narbe die er zurücklässt, all das verfolgt uns, vielleicht sogar ein Leben lang. Wir sind geprägt vom Lauf der Dinge, vom Takt der Zeiger, die uns die verstreichenden Minuten anzeigen und der Beweis für die Vergänglichkeit sind. Wir werden stärker, doch Narben verheilen nicht mehr, wenn sie einmal da sind. Wir können nicht weglaufen. Niemals.
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