Mittwoch, 22. Februar 2012

Ich esse einen Regenbogen

Wenn der Schlaf fehlt und die Konzentration sinkt, spüre ich mein Leben sagen: "Lass sie reden." All das um mich erscheint plötzlich so banal, dass ich mich frage, wieso ich überhaupt noch darüber nachdenke. Großes Kino, schnapp dir Popcorn, erste Reihe für die Realität. Hör auf zu zwinkern, schließe nicht deine Augen, sonst verpasst du das Glück, so wie Harry Potter seinen Schnatz. Du ergreifst das Gold, wenn du nur richtig hinsiehst, keinen einzigen Augenblick verwirfst. Ohne Druck den Flug genießen, den Wind spüren und einfach nicht ablenken lassen, egal wie hart es auch ist, egal wie nah sämtlicher Verlust droht, der einzige Feind ist die Unsicherheit. Bist du kurz davor das Glück zu ergreifen, kochen die Emotionen über, flieg nicht zu hoch, sonst siehst du den Boden nicht mehr. Man kann nicht immer siegen, aber man wird auch nicht ewig verlieren. Alles kommt so, wie es muss, oder auch nicht, es ist egal, denn es geht vorrüber. Du suchst nach dauerhaftem Glück, doch du erkennst es sowieso erst, wenn du in der Hölle steckst und dem Himmel näher kommst. Du willst Perfektion, doch hast du dich jemals gefragt, was das bedeutet? Was ist für dich "perfekt"? Kann das Leben makellos sein, ohne uns zu langweilen? Würden wir nicht zwanghaft wieder nach Problemen suchen? Geht es auch andersrum, können wir wunschlos glücklich sein, wenn wir nur wollen? Ist es perfekt, wenn man es einfach akzeptiert, dass nunmal nichts perfekt ist?

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