Dienstag, 10. Januar 2012
Willkommen im Nichts.
Verdunkeltes Zimmer, Heizung viel zu hoch aufgedreht, doch ich kann mich nicht bewegen. Versuche aufzustehen, Beine zittern - weggeklappt. "Will nichts hörn &' sehn vom Rest der Welt, ich muss das alles ersteinmal verkraften". Schlechte Musik, die Erinnerungen wachruft. An dich, an meine Kindheit, an sie, an diese starke Frau die am Ende zu schwach war. Noch niemals zuvor habe ich einen Menschen vermisst wie dich, geliebte Tante. Von Tag zu Tag wird es schlimmer, wir nähern uns den 3 Jahren Einsamkeit, doch ich weiß ich muss dich gehen lassen. Belächeln würdest du mich und diesen Jungen, der mich nicht mehr schlafen lässt. Kenn deine Worte, deine stichelnden Witze, die ich immer verstanden habe. Du fehlst mir zwar, aber ich komme klar mit der Zeit. Meine verschmierte Schminke klebt unter meinen Augen, sein Name klebt in meinem Kopf, wieso auch immer. Um mich herum wird alles schwarz, Kreislauf bricht zu oft zusammen, du bist zu viel für mich. Im endeffekt wär das alles nicht so schlimm, aber die Mischung machts. Klingt wien billiger Werbespruch, klingt so einfach und ist für mich so komplex, dass es mein gesamtes Leben auf den Kopf stellt. Dein Lächeln hat mich aus der Bahn geworfen, ich bin achtlos von der Fahrbahn abgekommen und in den Abgrund gestürzt. Ich bin am fallen und das Ende ist ungewiss - alles oder nichts. Das wunderbare Gefühl der Freiheit im Fallen und die Angst vor dem Aufprall vermischen sich zu diesem impulsiven Gefühl, was ich verspüre, wenn ich an dich denke. Ich möchte bitte einfach, dass du mich gern hast.
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